Schön wenn es einfach ist

Die Welt bewegt sich, stets mit uns und doch, so scheint es, ignorieren wir und werden gekonnt ignoriert. Die Mechanismen unserer Gesellschaft wirken, versuchen wir einen Blick hinein zu werfen, wie ein Buch mit sieben Siegeln. Ein Fremdwort ist auf der Jagd nach dem nächsten und unser Hirn verknotet sich stets bei neuen Verständnisversuchen. Mehr von diesem Beitrag lesen

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23.08 Uhr

Am Donnerstag um 23.08 Uhr (Ortszeit Georgia) hat die Welt wieder einen Menschen verloren, wieder einen Verurteilten durch staatliche legitimierten Mord an den Totengräber abgeben müssen. Dies ist nicht der Erste und wird auch nicht der Letzte sein, der einen unfreiwilligen Tod findet. Mehr von diesem Beitrag lesen

Aus den Irrungen und Wirrungen meines Rechners V

Die Quelle dieses Falls ist mir unbekannt, lediglich mal wieder ein Fundstück aus den Irrungen und Wirrungen meines Rechners. Viel Spaß beim Lesen.

 

So was gibts nur in den USA !!!!!

 

An alle Raucher und Nichtraucher!

Das ist wohl die beste Anwaltsgeschichte des Jahres und wohl auch des Jahrzehnts!

Sie ist wahr und hat den ersten Platz im amerikanischen Wettbewerb der Strafverteidiger

(Criminal Lawyer Award Contest) gewonnen:

In Charlotte, NC, kaufte ein Rechtsanwalt eine Kiste mit sehr seltenen und sehr teuren

Zigarren und versicherte diese dann, unter anderem, gegen Feuerschaden.

Über die nächsten Monate rauchte er die Zigarren vollständig auf und forderte dann die

Versicherung auf (die erste Prämienzahlung war noch nicht einmal erbracht), den Schaden

zu ersetzen.

In seinem Anspruchsschreiben führte der Anwalt auf, dass die Zigarren durch eine Serie

kleiner Feuerschäden vernichtet worden seien. Die Versicherung weigerte sich zu bezahlen

mit der einleuchtenden Argumentation, dass er die Zigarren bestimmungsgemäß

ver(b)raucht habe.

Der Rechtsanwalt klagte… und gewann!

Das Gericht stimmte mit der Versicherung überein, dass der Anspruch unverschämt sei,

doch ergab sich aus der Versicherungspolice, dass die Zigarren gegen jede Art von Feuer

versichert seien und Haftungsausschlüsse nicht bestünden.

Folglich müsse die Versicherung bezahlen, was sie selbst vereinbart und unterschrieben

habe.

Statt ein langes und teueres Berufungsverfahren anzustrengen, akzeptierte die Versicherung

das Urteil und bezahlte 15.000 US-Dollar an den Rechtsanwalt, der seine Zigarren in den

zahlreichen „Feuerschäden“ verloren hatte.

Jetzt kommt’s!

Nachdem der Anwalt den Scheck der Versicherung eingelöst hatte, wurde er auf deren

Antrag in 24 Fällen von Brandstiftung verhaftet.

Unter Hinweis auf seine zivilrechtliche Klage und seine Angaben vor Gericht, wurde er wegen

vorsätzlicher Inbrandsetzung seines versicherten Eigentums zu 24 Monaten Freiheitsstrafe

(ohne Bewährung) und 24.000 US-Dollar Geldstrafe verurteilt.

Und jetzt soll noch einer sagen, dass die Amis keinen an der Klatsche haben!

 

Die Vorgänger dieses Posts kannst du dir hier anschaun:

 

Teil I

 

Teil II

 

Teil III

 

Teil IV

100. Jubiläumsgeschreibsel

Ich habe es geschafft. Ich schreibe hier gerade an meinem 100. Text für meinen Blog. 100 Artikel! Zwischenzeitlich dachte ich ja nicht, dass ich das schaffe, bin ja doch gerne mal wankelmütig und beende etwas aus Frust, gerne auch aus Langeweile.

Ich weiß noch wie es war, wie ich vom Reizzentrum, mehr oder weniger sanft in die Richtung des Blogschreibens getrieben wurde. Geschichten schrieb ich gerne, mal für die Großen aber durchaus auch für die Kleinen. Immer wieder trieb mich die Schreiberei auch in die Welt der Lyrik. Das ein oder andere Gedicht kam gut an, einige gerieten aber auch in die Richtung „reim dich, oder ich fress dich“. Muss man durch, Spaß hat es mir trotzdem gemacht.

Schrieb ich Anfangs noch fast täglich, so ist es Heute ereignisabhängig. Durch mein momentanes Praktikum, ich darf zu hause arbeiten, komm ich nicht mehr so oft aus dem Haus. Ich habe mich oft über mein Hartz IV-Aufbewahrungslager mukiert, viel meckerte ich mit erhobener Faust gegen das Merkel und die die ganzen Kapeiken. Oft so verzweifelt, dass mir die Ironie, der Sarkasmus oder wie die ganzen Stilmittel auch immer heißen mögen, abhanden kamen und ich nur noch heulend hätte vor der Tastatur sitzen können. Ich beschwerte mich über die modegeile Jugend, ihren Stumpfsinn und das mangelnde Interesse an den Geschehnissen in der Welt. Von einigen durfte ich mir dann anhören, dass ich wohl vergessen habe wie ich in meiner Jugend gewesen bin.

Ich stelle hiermit klar: Ich war aufmüpfig, gerne arrogant, kein guter Schüler, schon mit 16 einem Kettenraucher sehr nahe und meinen ersten Irokesenschnitt hatte ich erst mit 18. Ich war in politischen Gruppen aktiv, hatte die ein oder andere Freundin und der Alkohol grüßt mich noch heute überschwänglich wenn er mich sieht! – Hat mich nicht vergessen, das gute Zeug.

Ich warnte euch in meinen ersten Worten in der Bloggersphäre, dass ihr euch nicht auf gehaltvolles freuen solltet. Nun gut, ich denke da sind in den letzten 99 Artikeln bestimmt informative Dinge zu lesen gewesen. Mag der eine Leser mich wegen meinen Meinungen mögen, oder nie wieder auf meinen Blog klicken. Im Endeffekt ist es mir nach wie vor Wurst. Bin ich zu Beginn der Bloggerzeit noch auf Links von Freunden abhängig gewesen, habe ich es irgendwie geschafft mir doch die Aufmerksamkeit von, mir vollkommen fremden, anderen Lesern zu erschreiben. Heut schau ich nicht mehr alle Stunde auf meine Statistiken um nach zu sehen ob aus den 3 Lesern schon 4 geworden sind. Von September 2008 bis Heute haben über 3000 Mäuse bei mir rum geklickt. Sollte es mich jetzt noch interessieren ob diese Zahl nun hoch oder zu niedrig ist? Ich denke nicht, denn über 3000 mal sind Artikel von mir gelesen worden, ich tauche auch in einigen Blogrolls auf. Was will man mehr? Sollte ich den Anspruch haben unter die Top 10 der Blogs in Deutschland zu kommen? Mir ist es egal, so lange auch weiterhin Menschen umher klicken, die es ab und zu mal interessiert wie ich von einigen Dingen denke.

Vielleicht werde ich ja mal erwachsen und beginne nicht immer so negativ von Personen und/oder Umständen zu denken und zu schreiben, aber wollt ihr das etwa? Soll ich jetzt anfangen mich zu entschuldigen und von Blumen und Bienen schreiben? Ich denke ich tue gut daran weiterhin das schreibende Chaos zu bleiben! Ein Würfel der holprig durch die Gegend stolpert und aneckt. Was soll ich auch eine Gummikugel sein und mich anpassen? Will ich ein BILD-Leser sein? Bestimmt nicht.

Ich schrieb in den letzten Monaten lange nicht mehr so häufig wie noch in den Anfangswochen, aber ich möchte eben nicht über meine Knieschmerzen oder mein Mittagessen schreiben. Ich finde, das ist das wohl uninteressanteste was man schreiben kann. Möge aber bitte jeder für sich entscheiden, denn ich glaube, dass es wirklich Menschen gibt, die so etwas ins Netz setzen.

Ich werde natürlich versuchen weiterhin zu schreiben – Interessantes, Komisches und natürlich Abwertendes! Wie sonst sollte ich meinen niedrigen, aufmüpfigen Standard halten können?

Auf die nächsten 100!!!

Eine Sporttasche

Ich habe es heute mal wieder gewagt mich aus dem Haus zu begeben. Bin sogar weiter als bis zum Essensdealer meines Vertrauens gekommen. Muss mich ja mal selber loben. Hamburg wird von Sonne angestrahlt, das is unheimlich gut für die Laune, die wird nämlich besser. Na ja, so wird es mir suggeriert wenn ich in die Gesichter meiner Mitmenschen schaue. Menschen sind schon ein komisches Pack.

Ich mache mich also auf den Weg in die Innenstadt von Hamburg. Die Kippe ruht lässig zwischen meinen Lippen und ich versuche den Ärger über die vergessene Sonnenbrille zu unterdrücken. Heute Mittag waren viele am arbeiten, der Grund warum der Transportmercedes ziemlich leer ist. Als ich dann am Bahnhof ankam und die Treppen elegant schlurfend hinunter schwebte wie eine Gazelle, oder wie heißt das große graue Tier mit dem Rüssel(?), blieb mein Blick auf einmal kleben.

In aller Seelenruhe steht vor einem Kippenaufbewahrungsbehältnis eine Sporttasche. Ihr wisst schon, so eine wie man sie an Sportlern des öfteren bewundern kann. Sie hat keine Falten, ist also prall gefüllt. Sie steht allein. Viele Besucher des öffentlichen Beförderungstunnelnetzes gehen sorglos daran vorbei, ebenso viele tun dies aber nicht. Große Bögen werden um diese Tasche geschlagen. Angst und Argwohn kann ich in den, mir entgegenkommenden Gesichtern entdecken. Es ist sehr laut, kein Ticken zu hören. Die Tasche steht immer noch. Ich bin vorbei, stehe unten an der Treppe und beobachte. Ich bin sensibilisiert. Als es die Gasangriffe auf das U-Bahnnetz von Tokyo gab war ich noch sehr jung und interessierte mich eher für Fußball, egal ob im Fernseher oder im realen Leben.

Als dann der Terror in Amerika Einzug hielt horchte auf einmal alles auf. Bestürzt wurden Mahnwachen organisiert und überall wurde getrauert. Anteilnahme wohin man sah. Auch mir taten und tun die Angehörigen der Opfer leid. Ändern tut dies nichts, aber es macht ein besseres Gefühl. Is ja schon mal was, oder?

Das da nebenbei noch die Finanzwelt erschüttert wurde, tut mir ja leid das ich das sagen muss, hat mir doch sehr gefallen! Doof hingegen fand ich, dass ein bekloppter Texaner dies zum Anlass nahm seinem Volk Geographie bei zu bringen indem er jedes 3. Land der Welt mit dem recht zweifelhaften Namen „Schurkenstaat“ betitelte. Viele wussten ja nur aus diesem Grund, dass Afghanistan nicht in Afrika liegt, den Namen hat man aber schnell vergessen. „Schurkenstaat“ ist doch auch viel einprägsamer. Dass die Einwohner der betreffenden Länder nicht „Schurkenstaatler“ heißen ist dabei unwichtig. Sind doch eh alles Terroristen gewesen. Warum schreibe ich in der Vergangenheit, es sind alles Terroristen. Nicht meine Meinung, aber Schubladendenken ist in dieser Welt weit verbreitet.

Heute habe ich schon ein wenig ängstlich auf diese Sporttasche geschaut, denn man weiß ja nie. Sollte man deshalb jetzt nicht mehr aus dem Haus gehen? Ich denke nicht. Jedes Jahr sterben doch mehr Menschen an Verkehrsunfällen als an Kofferbomben, obwohl letztere durchaus gewillt sind auf zu holen. Es ist nicht schön, aber so ist diese Welt nunmal. Ob es uns passt oder nicht, irgendwie müssen wir mit solchen Ereignissen wohl leben….. oder leben lernen!