Hochzeit des Gestern

Was freuen wir uns heute morgen alle. Die halbe Nation (Rentner, Schüler und Arbeitslose) sitzen vor ihrem Bilderempfangsgerät und und schauen sich eine Hochzeit an. Wer in seinem Freundeskreis solch verrückte Menschen hat, der kennt das Prozedere. Zwei Menschen verlieben sich, irgendwann ist der Sex so gut, dass Mann fragt: „Willst du mich heiraten?“ Ist sie von der Größe seines Geschlechtsteils überzeugt und kann sich vorstellen mit ihm noch öfter Sex zu haben, dann sagt sie mit breitem Lächeln: „JA!“

So weit so gut. Das Aufgebot noch schnell bestellt und die leisen Zweifel mit Sex und Alkohol betäubt und dann ist er da, der Tag an dem beide durch eine Unterschrift ihre Zugehörigkeit zueinander bestätigen. Gläubige Menschen kommen sogar noch auf die Idee vor Gott das Bündnis zu bekräftigen. Der Pfarrer (Pastor) ist erfreut, hat er doch mal wieder was zu tun und einen Grund zum Saufen gefunden.

Heute heiraten als ein Prinz und eine Bürgerliche. William und Kate tun das was Millionen vor ihnen auch schon taten und dennoch scheint es etwas ganz außergewöhnlich zu sein. Da heiratet ein Prinz. Hui…ehrlich…dachte der kocht auch nur mit Wasser, oder putzt der seine Zähne mit Goldstaub und ist deshalb etwas ganz besonderes. Würde ich diesen Menschen auf der Straße sehen, ich würde ihn wohl nicht einmal erkennen. Bei der hübschen Kate ist das schon was anderes, aber lassen wir die sexuellen Anspielungen mal beiseite.

Ein Gespräch mit einigen, mir bekannten, weiblichen Mitglieder der Gesellschaft ergab, dass viele sich doch nur an dem Glanz ergötzen und wissen wollen wer was trägt. Aha, dreht sich also alles um eine Traumwelt, um eine Mädchenfanthasie, die leise Hoffnung doch irgendwann einmal den Traumprinzen zu treffen.

Ich möchte jetzt schon Wetten abschließen wann den der gute Willy die Hofmagd beglückt, ist ja in Mode bei den Royals. Der Vater tuts mit nem Pferd, in Schweden ist der Gustav seiner (deutschen) Silvia auch wiederholt untreu geworden und was der alte Philip (auch deutscher) der Queen Elsbeth schon angetan hat will eigentlich keiner wissen. Zwangsehen, inzestuöses Treiben und die Legitimation von Gottes Gnaden….In Zeiten des investigativem Journalismus bleibt auch nichts verborgen. Was finden Menschen an diesem Treiben so toll?

Vor Jahrhunderten haben Könige und Kaiser Zwangsehen vollzogen, Bündnisse wurden so geschlossen. Katharina die Große ist nur eine von ihnen. Einem verarmten Adelsgeschlecht entsprungen musste sie den künftigen Zaren von Russland heiraten. War sie glücklich? Ich glaube nicht, oder wie lässt sich sonst mindestens ein uneheliches Kind erklären? Ist es also erstrebenswert einen Prinzen zu suchen, oder eine Prinzessin, wenn später, wie bei vielen anderen Paaren auch mehr Schein als sein ist und das Glück des anderen so viel Wert ist wie die Zeitung von letzter Woche? Ist den Menschen eigentlich noch bewusst was die Herrschaften von Gottes Gnaden so alles angestellt haben? Leibeigenschaft, Steuerverschwendung, Kriege….wo soll ich da aufhören. Schlimm nur, dass auch in der heutigen Zeit einiges noch nicht beendet wurde. Die Steuerverschwendung ist in meinen Augen immer noch ein eklatantes Problem. Würden sich die Royals selbst ernähren, könnte ich mit ihnen ja noch leben, aber auch in Zeiten der Wirtschaftskrisen der Bevölkerung das Geld zu nehmen zeugt nicht von Volksverbundenheit. Früher durch Soldaten eingetrieben, wird es ihnen heute freiwillig überwiesen. Ist die Leibeigenschaft abgeschafft? Ich denke nicht, nur lehnt sich dagegen niemand mehr auf.

Welche Funktion haben die Königlichen eigentlich noch?

Kurze Antwort: Keine!!!!

Repräsentativ schütteln sie Hände, sitzen im Auto und winken oder verspeisen mit 500 Menschen Essen…ja, wenns denn wenigstens was leckeres wie ne Currywurst wär, aber nöööö….die Herrschaften brauchen ja Tapeten vom Wohnzimmer, auf einer Spur Teppich mit dem Blumenwasser von gestern! Schinden wir mal Eindruck, haben zwar nicht mehr zu melden im Land aber solange auch nur 5 Menschen zujubeln sind wir gewollt, ansonsten gibt es ja noch die „Jubelperser“, man ist ja lernfähig.

Ich bedaure viele Mädchen/Frauen, die sich diesem Trugbild hingeben, es sich herbeisehnen und dabei doch nur ihrem eigenen verkorksten Leben zu entfliehen versuchen…auch wenn es nur für 6 Std. ist (so lange geht die heutige Übertragung des Hochzeitsdebakels). „Warum kannst du nicht mehr wie Prinz xy sein?“ – „Ok, bin dann mal deine Reittrainerin vernaschen!“

Advertisements

14. Februar – Pärchenfeiertag

Wieder einmal ein Jahr vergangen und wieder gibt es einen Feiertag, der mir so am verlängerten Rücken vorbeigeht wie sonst nur wenig. Der Tag der Pärchen, der Tag des Verliebtseins und der Tag an dem sich jeder Mensch der keinen Partner hat gerne überflüssig vorkommt. Verfluchen tut man diese ganze Pärchen, diese händchenhaltenden, süßholzraspelnden und sich verträumt anschauenden Menschen. „Ja mein Schatz.“ „Natürlich mein Schatz.“ Männer verlieren ihr Testosteron sobald sie ihre Liebste am Telefon wähnen und die Frauen freuen sich auf das was ihr Liebster, wenn er schlau ist, nicht vergessen hat – Geschenke!

Händler reiben sich die Hände, Eurozeichen in den Augen und verschmitzt über die Herren der Schöpfung grinsend bieten sie die Waren zum „SPEZIAL-Valentinstagsangebotswucherpreis“ an. Was Mann da machen kann? Nichts! Wir, von den meisten meiner Leser nehme ich das mal an, nicht mehr in der 4. Klasse. Da läuft nicht mehr viel mit Kärtchen und einem lieben Gruß, der vielleicht auch noch von Mutti vorgesagt wurde. Die Damen sind da doch ein wenig anspruchsvoller. Natürlich lobe ich an dieser Stelle die Frauen, die ein Einsehen haben, oder denen die Wichtigkeit dieses Pärchenfeiertags mal kurz am Gesicht vorbei geweht ist. Jedem das seine eben, ich verurteile da niemanden. „hust“

Nun kann man natürlich jetzt anfangen von dem vielen Geld zu sprechen, von der Dummheit der verliebten Mitmenschen oder der Sinnlosigkeit dieses Tages. 14. Februar und alles um einen herum scheint vergessen. Wann war nochmal die nächste Wahl? Was passiert da grad in Nordafrika? Wer war dieser Muhbarak noch gleich? – Ägyptisches Wort für Kuhstall? Nein, es verschwimmt alles in einem Nebel aus Glück, Vertrautheit, Träumereien und dem Gefühl nicht alleine auf dieser, ach so gemeinen, Welt zu sein. Ich kann diesen Menschen sogar partiell zustimmen. Es ist wirklich interessanter sich mit jemandem, den man sehr gern hat, über etwas zu unterhalten oder sich zu streiten, als immer wieder der Tapete zu sagen wie abgenutzt sie heute wieder aussieht. Mal ehrlich, eine Flasche Wein tröstet doch nicht über einen Abend mit Günter Jauch und „Wer wird Millionär“ hinweg. Sich selbst die falschen Antworten vor zu sagen ist doch langweilig. Den Frauen wird bestimmt die natürliche Brennstoffzelle für ihre kalten Füße fehlen und uns Männern die aufbauenden Wort nach dem verlorenen Spiel der Lieblingsmannschaft. Gemeinsam ist man nicht einsam und ein Trümmerhaufen lässt sich gemeinsam schneller beseitigen als alleine.

Wie nennt man einen 50 Jahre alten Single? – EINSAM!

Hat da jemand den 14. Februar deshalb zum Pärchenfeiertag erklärt, um dem Single sein scherbenübersähtes Alleinsein vor zu halten? Darf Mensch nicht mehr alleine sein? Darf Mensch sich in dieser Lebenssituation nicht wohl fühlen und muss sich dem Gruppenzwang unterwerfen? Wer schon einmal das Glück hatte eine Beziehung zu führen, der wird einiges vermissen. Umarmungen, Küsse, die helfende Hand in schwierigen Situationen…und bestimmt auch den ein oder anderen Arschtritt wenn Bockmist verzapft wurde, aber eines, da bin ich mir ziemlich sicher, wird so schnell von den wenigsten vermisst werden – der Valentinstag. Egal ob Mann oder Frau, es ist jedes mal ein Krampf. Reicht ein Blumenstrauß? Will sie vielleicht noch Pralinen? Gefällt dem Kerl die kleine Aufmerksamkeit oder sollte ich doch mehr Geld ausgeben? Ist er böse, weil ich heute meine Tage habe und für ihn der „Feiertagssex“ ausfällt, oder ist es okay wenn ich mich am „Schniblo-Tag“ (Schnitzel-Blowjob-Tag = Feiertag für die Männer als Entschädigung für den Valentinstag. Datum: 14. März) ordentlich revanchiere? Ist ein Tag wirklich so viele Gedanken wert?

Jedes Pärchen soll das für sich entscheiden, aber bitte einvernehmlich, gibt sonst ordentlich Zoff meine Herren! Uns Singles tut bitte den Gefallen und verkneift euch das Geturtel in der Öffentlichkeit. Ihr zeigt uns schon den Rest des Jahres was(wen) wir nicht wollen und was(wen) wir wollen, da muss das am 14. Februar nicht noch auf die Spitze getrieben werden. Versteht mich aber bitte an dieser Stelle nicht falsch, ich gönne jedem Pärchen das Glück das es verdient und Frust schieb ich bestimmt auch nicht, aber das musste mal gesagt werden.

Jetzt wo ich hier so schreibe wird mir auch klar warum in Ägypten die Frauen auf die Straße gingen. Da ist falsch übersetzt worden, die wollten gar nicht den Muhbarak loswerden, die wollten auch den Valentinstag. Arme Ägyptische Männer!

Noch eine tolle Idee von Ursula

Was habe ich wieder gelacht, geweint und vom Kopfschütteln ein Schleudertrauma bekommen. Mediengeilheit, Machtbesessenheit und Lernresistenz sind anscheinend Voraussetzung für Politiker, die über die Kommunalebene hinaus erfolgreich werden wollen. An sich gewöhnt man sich schnell an den Drang etwas verändern zu wollen. In jedem von uns schlummert ein kleiner Revoluzzer, anscheinend sind wir aber immer noch zu feige ihn mit Heugabel und Fackel aus zu statten. Andere Menschen sind da schon viel weiter.

Jeder erinnert sich noch gerne an Frau von und zu und auf und unter Guttenberg. Stichwort: „Tatort Internet“, „RTL II“, „Kriminalisierung aller Internetuser“ usw. . Ich könnte diese Liste noch beliebig lang fortführen. Nicht zuletzt auch dank ihrem Vorstoß in, für sie anscheinend vollkommen unbekannte Regionen des Lebens, haben sich Menschen emanzipatorisch um die geistige Evolution ihrer eigenen Art verdient machen können. Wie hinlänglich bekannt hat ein Auftritt bei „Wer wird Millionär“ und die „Afghanistan-Talkshow“ der Frau des Verteidigungsministers noch zusätzliche Medienpräsenz verschafft, eine Präsenz die ihrer Person, nicht jedoch ihrem Anliegen dienlich gewesen sein wird.

Als Frau Schröder, ihres Zeichens Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, schwanger wurde unkten nicht wenige, sie würde zu hause bleiben und sich von Kindergeld und Hartz IV ernähren. Die Minister in ist wieder da. Unbeschadet überstand sie die Schwangerschaft, eine Attacke von Alice Schwarzer und wohl auch die ersten Tage mit dem pupsenden Zellhaufen den sie auf die Welt drückte.

Dies sind nur zwei Beispiele für Frauen, die sich im Machtpoker des Patriarchats durch zu setzen verstanden. Unverständlich ist da die Debatte die unsere Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Frau von der Leyen jetzt angestoßen hat. „Frauenquote“ ist das Thema im politischen bundesdeutschen Inland. Unternehmen sollen sich dazu verpflichten Frauen in Führungspositionen ein zu stellen. Ich bin mir ja nicht sicher, aber ich schau jetzt mal im Grundgesetz nach:

 

Dort steht unter Artikel 3:

Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

 

Soweit so gut. Bis hierhin hat sicherlich keiner etwas einzuwenden. Schauen wir jetzt aber mal weiterführend

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. (Hervorhebung von mir)

 

Soweit hat das ja jeder verstanden. Egal wer ich bin oder was ich zu sein glaube, es darf niemanden interessieren, denn ich habe die gleichen Rechte wie meine Mitmenschen. Sehen wir uns das Spielchen mal genauer an.

Es ist also egal welches Geschlecht ich habe, ich muss, auch während dieser Debatte, nach meiner Qualifikation eingestellt werden. Es gibt viele Menschen, darunter auch eine Menge Frauen, deren Lebensweg ihnen Qualifikationen beschert haben, die den Lebenslauf auf 2 Seiten anschwellen lassen. Nur kein Neid, sie haben es sich verdient und sollten auf Grund dieser Qualifikationen eingestellt werden. Was aber wenn die Profilanforderungen auf mehrere Bewerber unterschiedlichen Geschlechts zutreffen? Im Normalfall gibt es ein Bewerbungsgespräch in dem man sich gegenseitig beschnuppern kann. Mit der Frauenquote könnte dieser Schritt schon fast zur Makulatur werden. 4 Bewerber, 2 Frauen und schon kann man sich eine Menge Zeit sparen. Erst jetzt entscheidet ein persönliches Gespräch über den ein zu stellenden Menschen. Diskriminiert wird jetzt der Mann! Muss Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes neu geschrieben werden? – Zumindest einen Zusatz sollte er bekommen. Getreu dem Motto alle sind gleich, aber viele eben gleicher und wenn du ein gesunder unauffälliger Mensch bist, der zufällig noch männlichen Geschlechts ist hast du dich brav hinten an zu stellen!

 

Es tröstet mich die Erkenntnis vieler Frauen, sie sind der Meinung diese Quote ist unnötig und inakzeptabel. Frau will keine Quotenfrau sein – ein Rückschritt in der Emanzipation. Meinen Dank an diese Frauen.

 

Mal ehrlich, für uns Männer ist die Frauenquote doch eigentlich eh nur im Schlafzimmer wichtig, oder?

„Schniblo – Tag“

Wie schnell doch die Zeit vergehen kann. Gerade haben wir uns noch vom Reinfeiern in das neue Jahrzehnt erholt und nun ist der Januar auch schon bald wieder vorbei. Welch ein Monat. Deutschland erfriert, die Öllieferanten freuen sich, dass sie die Ölpreise munter in die Höhe schrauben können – Ölknappheit? Ja ne, is klar!!! – und die FDP schneidet sich ins eigene Fleisch. Spenden eingesackt, lustig die Märchensteuer für die Hotels runtergesetzt und nun dürfen sie als Dank bei jedem Hotelbesuch mal mehr bezahlen. Vielleicht haben sie aber auch Glück und es läuft wie bei der Deutschen Krankenkasse und es gibt Rabatt ohne Vorsprache. Hätte ich doch nur ein gelbes Parteibuch! Die Welt kann schon gemein sein, oder? Was soll´s, wehklagen hilft ja auch nicht. Durch Jammern hat sich noch nie was verändert.

Veränderungen sind schon was tolles. Leider gibt es einige zu wenig. Wir betreten den Februar und das einzige was uns spontan ins Auge fällt ist der Valentinstag. „schüttel“ Wohl einer der wenigen Tage im Leben eines Mannes, der denselben in schöner quälender Regelmäßigkeit zur Verzweiflung bringt. Was soll man der Liebsten schenken? Möchte sie überhaupt Geschenke? Wieviel Geld ausgeben ohne das es zu hochtrabend oder zu wenig ist? Versteh einer die Frauen! Na ja, ist ja eh nur ein Tag mehr an dem sie Geschenke bekommen. Als hätten die nicht schon genug Tage an denen die Frauen beschenkt werden können. Die Frauen haben bestimmt Spendengelder von der Blumen- und Schokoindustrie bekommen. Anschließend haben alle Damen so lange rumgenörgelt bis wir Männer klein bei gaben. So ein Mist!

Ich finde ja, dass die Frauen sich dafür bei uns Kerlen mal bedanken können. Wir Männer brauchen auch einen Tag mehr an dem wir beschenkt werden. Nur leider spendet uns niemand Geld um uns einen Kurs im Nörgeln zu bezahlen. Ich glaube die Bierkonzerne könnte da ruhig mal ein paar Oironen springen lassen. Man bedenke den Rückgang des pro Kopf Bierverbrauchs. An mir persönlich wird das nicht liegen, aber ich kann ja auch nur für mich sprechen. Was machen wir Kerle jetzt also?

Als mich letzte Nacht diese Frage lange wach hielt ahnte ich noch nichts von meinem Glück. Unverhofft kommt eben doch oft! Vor wenigen Minuten bekam ich eine Mail geschickt, die des Rätsels Lösung ist. Kostet mich kein Geld, ich kann mich entspannen und Frau kann sich für den Valentinstag bei mir bedanken. Es hat sich mal jemand – ein Mann, so denke ich – Gedanken gemacht und allen Männern der Welt einen tollen Tag erdacht. Haltet euch fest!

Jetzt kommt der „Schniblo – Tag“ Ihr lest richtig. „Schniblo – Tag“! An diesem Tag dürfen Frauen Männer mal ordentlich verwöhnen. Zuerst wird ein Schnitzel (gerne auch ein Steak) zum Verzehr bereit gestellt und dann, gerne auch während des Essens, gibt’s für uns Kerle noch nen Blowjob. Es lebe der „Schnitzel und Blowjob – Tag“! Ich freu mich drauf. Am 14. März, also genau einen Monat nach dem Valentinstag, ist es für uns Männer soweit. Oh mein Gott, ich fange schon an zu zittern vor lauter Vorfreude.

Meine lieben Stehpinkelkollegen, verbreitet die frohe Kunde unter euren Frauen. Lasst keine aus, damit auch wir endlich mal unseren besonderen Feiertag bekommen!

Ich hab nicht „JA!“ gesagt, hatte aber dennoch ein schönes Wochenende

Was das wieder für ein Wochenende gewesen is. Meine lieben Leser, ich glaube ich bin immer noch nicht ganz klar in der Birne. Beginnen wir aber von vorne.

Mein kleiner Bruder entschloss sich schon vor vielen Monden seine Lebensgefährtin zur Frau zu nehmen. Soll ja passieren. Kann man mal machen, muss man aber nicht. Er auf jeden Fall glücklich. Fragte vor geraumer Zeit auch, ob ich ihm nicht den Trauzeugen mache. Macht man ja als anständiger Bruder – der ich nicht bin, aber egal – so und deshalb musste ich am Freitag also mit zum Standesamt. Pünktlich Mutti abgeholt, erstaunlicher weise auch noch schnell nen Parkplatz vor dem Amt gefunden. Lief echt gut soweit. Bruder sah schick aus im Anzug. Ich hatte mich übrigens auch artig in Hemd, Kulturstrick und schicker Hose mit noch schickeren Schuhen geschmissen. Hab mich im Spiegel fast nicht wieder erkannt. Soll angeblich gut ausgesehen haben. Essen nach der Hochzeit war der Hammer. Lamm, gefüllte Pute…Leute ich kann euch hier, zu eurem Leidwesen die Speisekarte nicht aufschreiben, beiße sonst in den Monitor. Es war ein anstrengender aber schöner Tag.

Samstag. Nach einem seeehr langen Verdauungsschläfchen hab ich mich dann doch gegen Mittag aus dem Bett geschält. Ein mageres Frühstück und warten auf die Liebste. Die Frühstückspizza wird noch verdaut, da steht sie auch schon in der Tür. Gemeinsam ziehen wir uns dann um. Carrie benetzt ihren Körper mit einem, auf Taille geschnittenen, schwarzen Etwas. Oben geschlossen und kurz überm Knie kommt wieder Haut zum vorschein. Euer Kuschelpunker trägt sogar mal ein weißes Hemd. Schlipps und ein schwarzes Smoking-Jacket komplettieren mich oben rum. Meiner Freundin verschlug es die Sprache als sie mich sah. Begeisternd musterte sie mich von oben bis unten. Ich soll wohl wie eine Mischung aus Türsteher und (mit Sonnenbrille) Mafioso ausgesehen haben. Ich nehme es mal schweigend hin. Beweisfotos wurden natürlich auch gemacht, aber die bekommt ihr nicht zu sehen.

Gut, dass wir den Wein zu hause gelassen haben. Kirchliche Trauungen finde ich mehr als flüssig. „Wenn ihr euch liebt ist Gott in euch!“ – ein Porno in der Kirche? Ich muss mir nicht nur hier kräftig auf die Lippen beißen (meine Mutter saß neben mir!), meine Liebste tat das nicht und so wurde es fast unerträglich das Lachen in mir zu behalten. Kirchliche Trauungen, da hat man was zu lachen. Die Damen unter meinen Lesern werden jetzt vielleicht protestieren, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich froh gewesen bin als ich das große Haus ohne Bewohner wieder verlassen durfte. – Randnotiz: Ich habe nicht angefangen zu brennen! – Leider nur für kurze Zeit, denn eine ordentliche Fotosession musste natürlich auch noch sein. Na ja, was macht man nicht alles für seinen Bruder. Komischer weise kamen keine Meldungen, dass bei einer Kamera die Linse geplatzt ist. Merkwürdig.

Die Feier war eine der angenehmsten, die ich je erleben durfte. Nicht nur, dass – wie sollte es auch anders sein – das Essen wieder der Hammer gewesen ist (ich glaub ich wieg nach diesem Wochenende locker 10 Kilo mehr!), auch das Wiedersehen der ganzen Verwandtschaft und das Strahlen des Brautpaares überzeugte auf ganzer Linie. 4 Uhr. Der Kuschelpunker ist betrunken, sein Bruder raucht eine Zigarre und Braut und Freundin tratschen während wir alle auf den Fahrer des Abends warten. Es war ein berauschendes Fest, was ich nicht nur auf Grund meines Katers am Sonntag feststellen durfte. Alle schienen glücklich und zufrieden.

Einen fahlen Nachgeschmack hatte das Ganze aber doch. Wieso müssen denn immer diese dämlichen Fragen kommen: „Bist auf den Geschmack gekommen? Wann ist es denn bei dir soweit?“ – Ja aber hallo meine Lieben. Bin ich den bescheuert? Warum soll ich was kaputt machen was so schön funktioniert? Ich bin glücklich so wie es ist, da gibt es kein wenn und aber. Ich will mir keine Handschellen anlegen lassen, wohne ja noch nicht mal mit meiner liebsten zusammen. Ich brauch kein Stück Papier, das mir sagt, dass mein Mädchen zu mir gehört. Spreche ich von Carrie, hab ich kein Problem von meiner „Frau“ zu sprechen. Mal so unter uns Gebetsschwestern…..ich würd mich echt gefangen fühlen. Ist es das Wert? Was wenn man sich trotz des Ehepapiers trennt? Anwalt, Gütertrennung, vielleicht auch noch ein Sorgerechtsstreit…..muss das denn sein? Ne ne, bei mir bleibt erstmal alles wie es is in der Liebe. Soll heiraten wer will, ich erstmal nicht. Ich bin ledig und das ist gut so!