Noch eine tolle Idee von Ursula

Was habe ich wieder gelacht, geweint und vom Kopfschütteln ein Schleudertrauma bekommen. Mediengeilheit, Machtbesessenheit und Lernresistenz sind anscheinend Voraussetzung für Politiker, die über die Kommunalebene hinaus erfolgreich werden wollen. An sich gewöhnt man sich schnell an den Drang etwas verändern zu wollen. In jedem von uns schlummert ein kleiner Revoluzzer, anscheinend sind wir aber immer noch zu feige ihn mit Heugabel und Fackel aus zu statten. Andere Menschen sind da schon viel weiter.

Jeder erinnert sich noch gerne an Frau von und zu und auf und unter Guttenberg. Stichwort: „Tatort Internet“, „RTL II“, „Kriminalisierung aller Internetuser“ usw. . Ich könnte diese Liste noch beliebig lang fortführen. Nicht zuletzt auch dank ihrem Vorstoß in, für sie anscheinend vollkommen unbekannte Regionen des Lebens, haben sich Menschen emanzipatorisch um die geistige Evolution ihrer eigenen Art verdient machen können. Wie hinlänglich bekannt hat ein Auftritt bei „Wer wird Millionär“ und die „Afghanistan-Talkshow“ der Frau des Verteidigungsministers noch zusätzliche Medienpräsenz verschafft, eine Präsenz die ihrer Person, nicht jedoch ihrem Anliegen dienlich gewesen sein wird.

Als Frau Schröder, ihres Zeichens Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, schwanger wurde unkten nicht wenige, sie würde zu hause bleiben und sich von Kindergeld und Hartz IV ernähren. Die Minister in ist wieder da. Unbeschadet überstand sie die Schwangerschaft, eine Attacke von Alice Schwarzer und wohl auch die ersten Tage mit dem pupsenden Zellhaufen den sie auf die Welt drückte.

Dies sind nur zwei Beispiele für Frauen, die sich im Machtpoker des Patriarchats durch zu setzen verstanden. Unverständlich ist da die Debatte die unsere Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Frau von der Leyen jetzt angestoßen hat. „Frauenquote“ ist das Thema im politischen bundesdeutschen Inland. Unternehmen sollen sich dazu verpflichten Frauen in Führungspositionen ein zu stellen. Ich bin mir ja nicht sicher, aber ich schau jetzt mal im Grundgesetz nach:

 

Dort steht unter Artikel 3:

Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

 

Soweit so gut. Bis hierhin hat sicherlich keiner etwas einzuwenden. Schauen wir jetzt aber mal weiterführend

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. (Hervorhebung von mir)

 

Soweit hat das ja jeder verstanden. Egal wer ich bin oder was ich zu sein glaube, es darf niemanden interessieren, denn ich habe die gleichen Rechte wie meine Mitmenschen. Sehen wir uns das Spielchen mal genauer an.

Es ist also egal welches Geschlecht ich habe, ich muss, auch während dieser Debatte, nach meiner Qualifikation eingestellt werden. Es gibt viele Menschen, darunter auch eine Menge Frauen, deren Lebensweg ihnen Qualifikationen beschert haben, die den Lebenslauf auf 2 Seiten anschwellen lassen. Nur kein Neid, sie haben es sich verdient und sollten auf Grund dieser Qualifikationen eingestellt werden. Was aber wenn die Profilanforderungen auf mehrere Bewerber unterschiedlichen Geschlechts zutreffen? Im Normalfall gibt es ein Bewerbungsgespräch in dem man sich gegenseitig beschnuppern kann. Mit der Frauenquote könnte dieser Schritt schon fast zur Makulatur werden. 4 Bewerber, 2 Frauen und schon kann man sich eine Menge Zeit sparen. Erst jetzt entscheidet ein persönliches Gespräch über den ein zu stellenden Menschen. Diskriminiert wird jetzt der Mann! Muss Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes neu geschrieben werden? – Zumindest einen Zusatz sollte er bekommen. Getreu dem Motto alle sind gleich, aber viele eben gleicher und wenn du ein gesunder unauffälliger Mensch bist, der zufällig noch männlichen Geschlechts ist hast du dich brav hinten an zu stellen!

 

Es tröstet mich die Erkenntnis vieler Frauen, sie sind der Meinung diese Quote ist unnötig und inakzeptabel. Frau will keine Quotenfrau sein – ein Rückschritt in der Emanzipation. Meinen Dank an diese Frauen.

 

Mal ehrlich, für uns Männer ist die Frauenquote doch eigentlich eh nur im Schlafzimmer wichtig, oder?

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Ich lerne von dem Geld anderer, andere lernen es leider nicht

Wochenende können ja was schönes haben. Ich bin ja einer, der trotz Hartz IV immer noch auf Wochenenden steht. Viele Dinge sind hierfür verantwortlich. Zum einen sind die 2 Tage mit Sport gespickt. Ich meine hier nicht nur die Fußballbundesliga oder die 2. Liga. Zur Zeit läuft auch noch Snooker im TV. Snooker ist eine entspannende Sportart, die durch das sonore „klock“ der aufeinander prallenden Kugeln für die ideale Schlafstimmung sorgt. Da in diesen Tagen die WM in Sheffield (hoffentlich schreibt man das jetzt auch so) läuft, kann ich mir davon eine ganze Menge anschauen. Leider hat das mit dem Schlafen auch so seine negativen Seiten. Wie vielleicht einige von euch mitbekommen haben, läuft seit geraumer Zeit meine Umschulung/Fortbildung. Nun will ich das keineswegs als Ausrede für Schlafmangel(könnt aber durchaus stimmen), oder meiner mangelnden Blogpflege anführen. Dazu aber später mehr.

Ich hatte an diesem Wochenende das Vergnügen meine Freundin wieder einmal sehen zu können. Tolles Essen am Samstag, gemütlicher Abend und ein tolles Sonntagsfrühstück. Meine Liebste kam dann aber gleich nach ihrer Ankunft am Samstag auf die Idee, dass das tolle Wetter ja ausgekostet werden muss. Kann man ja mal machen, oder auch nicht. Zwei Stunden „spazieren gehen“, wir Kerle kennen das ja eher als zielloses umherirren während man redet und anderen Frauen unbemerkt auf joggende Brüste oder wiegende Hintern schaut. Ich habe es überstanden. Sonntag haben wir uns auf den Weg in die Hamburger Innenstadt gemacht. Kaum den parfümvernebelten Bus überstanden stopfen wir uns auf eine Sitzgruppe und hoffen, dass die 25 Minuten Fahrt schnell vergehen. Wäre ja nett gewesen, doch leider kamen sie wieder, sie kamen als hätten sie auf uns gewartet. Es geht doch nichts über die Musikterroristen, die ungefragt unmelodischen Liedermischmasch von sich geben und dann auch noch auf Geld hoffen. Ich habe nichts gegen ein wenig Bettelei, ich kann damit in jeder Fußgängerzone leben, aber nicht in einem Wagon in dem ich mindestens 2 Minuten mit sowas eingeschlossen bin. Da dreh ich durch. Es tut mir leid für diese Menschen, aber ich kann sowas nicht gebrauchen. Schlimmer ist nur noch ein Penisbruch während des Fortpflanzungsaktes!

Als wir es überstanden hatten und uns zur Belohnung noch ein Stück Kuchen einverleibten, setzten meine Liebste und ich uns erneut in die Bahn um meine Schwägerin in spe auf zu greifen. Was mussten wir wieder ertragen? Ihr ahnt es sicher schon. Ein verweiste DSDS-Kandidatin, oder so ähnlich. Mit goldener Bomberjacke stieg sie ein und mir fielen keine freundlichen Worte zu dem Aussehen ein, das könnt ihr mir glauben. Es dauerte keine Minute da trällerte die Gute auch schon los. Irgendwas ganz schreckliches mit schrecklicher Melodie. Sie ging dann so durch die Reihen und tatsächlich erbarmte sich eine junge Frau, die zufällig direkt vor mit stand, und gab ihr ihr Kleingeld. Es müssen wohl nur 1-5 Cent Stücke gewesen sein, denn die trällernde sah sich das Unheil an und gab der jungen Frau die Spende wieder zurück. Ääääähhhhh…..macht Kleinvieh nicht auch Mist? Ich bin mir ja nicht sicher, aber wenn ich Geld brauche, dann sammle ich doch alles was ich kriegen kann, oder irre ich? Entweder arbeitete die Dame für ne große Familie, oder Hartz IV ist wohl doch zu hoch. Ich könnte grad schon wieder ….ich lass das jetzt mal an dieser Stelle.

Wer jetzt noch politische Satire erwartet, der hat sich geschnitten. Mir ist die Laune danach erstmal ausgegangen. Was soll man schon noch schreiben über das Disaster am Hindokusch? Wie oft soll ich mich noch aufregen, dass andere unser Geld verbrennen und wir dann nur die Aschewolke aus Island abbekommen? Da kann man nur hoffen, dass man seine Kinder ordentlich erzieht, oder? Die BILD-Gesellschaft hat ja schon genügend Mitglieder!

Kommen wir aber mal kurz zu meine „dringenden“ Dingen in den letzten Wochen. Ich habe 13 Skripte zum durcharbeiten, damit ich eine Schnittstelle zwischen Journalismus und Technikfreak bilden kann. Klingt erstmal ganz nett, hab ich auch gedacht. Wie bei so vielen Zielen, ist auch dieses nicht ohne Arbeit zu erreichen. Also nehme ich mir artig ein Heft nach dem nächsten vor. „Grundlagen des Internets“, „Grundlagen des Online-Textens“ und vor wenigen Minuten mit der Hausarbeit zum Skript „Internetanwendungen in der Praxis II“ begonnen. Einmal die Themengebiete in der Übersicht:

Gliederung des Lernstoffes

  • Technisches Basiswissen
  • Grundlagen der Medien- und Informationstechnologie
  • Internet für Anwender
  • Erstellen einer Homepage
  • Internet-Publishing
  • Grundlagen des Webdesigns
  • Bildbearbeitung am PC
  • Grundlagen des Online-Textens
  • Stilistik
  • Grundlagen der Online-Recherche-Technik
  • Interaktivität im Netz
  • kommunikative Kompetenz
  • Rechtsfragen

(Quelle: www.ils.de)

Mit sowas darf ich mich also rum ärgern und das ist nur die gaaaanz grobe Gleiderung des Lernstoffes. Im Detail liest sich das etwa so:

Erläutern Sie wie eine Internetseite für ein Reisebüro aussehen kann, das für alles und jeden ein Angebot hat. Denken Sie speziell an die Struktur der Website und erläutern Sie ihre Vorgehensweise. (-hier geht es nicht um die Programmierung am Rechner, hier geht es nur um das schreiberische Ausführen)

Jetzt folgen dann a,b,c,d,e,f,g und h als Unterpunkte der Aufgabenstellung, die ich hier nicht näher erläutern möchte. Ihr seht also, dass ich von Tag zu Tag ein wenig schlauer werde und mich dem Wissenstand vieler Blogger annähere. Dennoch gibt es keinen Grund zur Sorge, denn dieser Blog bleibt weiterhin werbefrei, wird also nicht umziehen! Ich werde lediglich versuchen meine Schreibe ein wenig zu verbessern und somit wird das Schreiben in der ersten Zeit, mangels Übung, also auch mehr Zeit in Anspruch nehmen. Dies führt dann wiederum dazu, dass neben meinen Hausarbeiten und der Inanspruchnahme externer Hilfe, auch das Bloggen noch als Zeitfresser durch mein Leben läuft. Alles nicht so einfach, aber ich schaff das. Sollte ich meine Meinung ändern und das weiße Tuch werfen, dann hab ich mehr im Arsch als mir lieb sein kann und glaubt mir, so ein Schuh kann die Größe 40 durchaus auch mal deutlich überschreiten.

P.S: Sollte jetzt jemand auf die Idee kommen und mir Fachfragen stellen, so werde ich diese nicht beantworten, denn ich bin ja doch noch recht frisch in dem Ganzen. Ich werde, wie so viele andere Menschen mit jedem Tag ein wenig schlauer, unabhängig davon ob ich nun eine Umschulung mache oder einfach durch mein Leben gehe, Neugier ist etwas wundervolles. In meinem Fall hoffe ich, dass ich sie nie verliere!

Besser spät als nie

Könnte die Überschrift für die vergangene Woche lauten. Fefe und das Reizzentrum haben ganze Aufklärungsarbeit geleistet. Nimmt man dazu noch die einschlägigen Tageszeitungen mit ihrem Qualitätsjournalismus, ist man bestens bedient und aufgeklärt. Irgendwie kommt man sich auch ein wenig verarscht vor, oder? Wochenlang protestiert das Netz gegen Frau von der Leyen und nun scheint sie es endlich kapiert zu haben. Dieses tolle „Stoppschild“ wird eingemottet und durch Löschen ersetzt. Meine Mutter würde jetzt sagen: „Hab ich es dir nicht gesagt.“ Es wird also hoffentlich bald gelöscht was das Zeug hält, doch die Frage nach dem „Warum denn erst jetzt und nicht gleich so?“ müssen sich die herrschenden Parteien gefallen lassen. Interessieren wird es sie natürlich nicht, denn seit wann hört man schon auf den Wähler? Die Meinung des Volkes wird ja so interpretiert wie es gerade genehm ist. Währe ich Erstwähler würde ich mich nicht weiter wundern, aber als alter Kreuzchenhase schwanke ich noch zwischen Kopfschütteln und dem Ausleben meines Brechreizes. Mein Porzellanaltar steht gut vorbereitet in meiner Nähe.

Das alte Thema mit dem Volkswillen ist wohl immer aktuell, nicht nur in diesem Land. Kann mir vielleicht mal jemand sagen ob und in welchem Umfang die Afghanen „Hilfe“ von den Westmächten haben wollten? Klar, jetzt brauchen sie welche, kein Wunder, ist ihnen doch von uns das Land zerbombt worden. Ja, alle Menschen wollen und brauchen unsere Hilfe und wer sie nicht braucht, dem wird sie aufgezwungen, denn die Menschen wollen es so. Ich könnte hier darüber eine laaange Abhandlung schreiben, will ich aber nicht. Der Brechreiz meldet sich wieder. Schicken wir einfach wieder unsere Soldaten, ihr wisst schon, die die auf unser Land und unser Volk vereidigt wurden, in die Heimat der Soldaten – in den Krieg! Erschütternd, aber ich als Wähler kann wohl die nächsten Jahre nichts daran ändern. Wählt man nicht eine der „extremistischen“ Parteien, wird sich auch nichts ändern. SPD und Grüne haben ja auch nicht davor gescheut unsere Mitmenschen in einen Angriffskrieg zu schicken. Ja ja, ich weiß ich sollte weichere Worte wählen und nur Meinungen schreiben, die von offiziellen Pressestellen freigegeben worden sind. Brauch ich glücklicher weise aber keine Rücksicht drauf nehmen, denn es geht ja nur um MEINE Meinung, da kann Herr General XY mit seinem ganzen Lametta mich gerne mal da küssen wo nie die Sonne hin scheint. Überhaupt glaube ich das wir viel zu viel auf das geben, was uns die anderen Erzählen. Glaubt denn irgendeiner noch ernsthaft, dass die Bundesregierung im Sinne des Volkes handelt? Wer ist denn bitte so eingeschränkt, dass er den Zusammenhang zwischen Spendengeldern und Gesetzesentwürfen nicht erkennt? Überall wir gemogelt, vertuscht und sich was zurecht geschnitten. Sogar DSDS kann man nicht mehr trauen. Die Sprüche des TötensenDieter sollen angeblich im nachhinein eingefügt worden sein. Ich halts im Kopf nicht aus! Was kann ich eigentlich noch glauben? Irgendwer sagte mal, dass man sich auf das verlassen kann was man sieht. Gelogen, eiskalt gelogen. Fernsehen hat mich kuriert. Reportagen, Magazine, alles wird zuschauergerecht zugeschnitten. „Zensiert“ währe wohl das bessere Wort, da helfen auch keine Sendungen wie sie RTL gerne verbreitet. „Familien im Brennpunkt“ mit schlechten Laiendarstellen und Geschichten die ein drogensüchtiger Drehbuchautor geschrieben haben muss. Ich weiß ja, dass das Leben schon komische Geschichten schreibt, aber so komisch? Ich glaube ja langsam, dass solche Serien eine regierungsgesteuerte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme sind. Hört ja hoffentlich bald auf. Das Verfassungsgericht in Karlsruhe hat die Hartz-IV-Sätze ja für nicht verfassungsgemäß erklärt und der Bundesregierung einen klaren Arbeitsauftrag für dieses Jahr mit auf den Weg gegeben. Ok, ich werde hoffentlich nicht mehr in den Genuss der erhöhten Regelsätze kommen, aber generell muss man doch sagen, dass 2,50 € mehr im Monat keinen Arbeitslosen reich machen und von der verischerungspflichtigen Arbeit abhalten, oder?

Ja ja, es ist wieder viel geschehen und zu viele nicht geschehen. „Wehret den Anfängen!“ – lautet ein alter Spruch der linken Szene. Ich befürchte diesen Zeitpunkt haben wir aber verpasst.

Arbeitslose an die Waffen!

Werbung ist doch wirklich ein Gottesgeschenk an uns TV-Junkies, oder? Man sitzt nichts ahnend vor dem TV, schaut sich eine Sendung an, trinkt ein wenig und schon drückt die Blase. WERBUNG!!!!!!!! Welch ein Glück. Pinkelpause. Merken, nach dieser Werbeunterbrechung nicht mehr so viel trinken. Gesagt getan und schwupps, merkt man erstmal was da für lustige Sachen laufen. Ich bete euch das Werbeprogramm der Pro7Sat1 Media AG lieber nicht runter, sonst klickt ihr diesen Artikel gleich von eurem Bildschirm weg. Eines aber ist mir aufgefallen.

Ich versinke gerade in Waschmittelwerbung, als mich der Schlag trifft. Es fehlt der Bundeswehr an geeignetem Menschenmaterial. Ich glaub es ja nicht. Da schalten die Jünger von Herrn von und zu Guttenberg also mal eben einen 10 Sekunden Werbespot. Doch wozu? Ich bin davon überzeugt, dass dies einer eiskalte Absprache entsprungen ist.

Frau von der Leyen will die Arbeitslosen (nicht ihren Mann!) in Zukunft härter anpacken. Auf der faulen Haut liegen ist dann also für mich nicht mehr drin. Nichts ist mehr mit dem Versaufen meiner Kohle und bis Nachmittags ausschlafen. Ich brauch doch aber meinen 12 Stunden Schönheitsschlaf. Was soll ich denn den ganzen Tag machen, wenn ich ihn nicht verschlafen kann? Antwort: Leute geht zur Bundeswehr, da kriegt ihr ein Schießgewehr! (Mike Krüger)

Ich bin schwer begeistert. Schicken wir die Arbeitslosen zu den Invasionstruppen, dann verschwinden sie irgendwann ins Ausland. Ich glaube „Marschbefehl“ nennt sich sowas. Nun gut, der Staat kommt zwar weiterhin für den Lebensunterhalt der Zivilversager auf, aber die Zahlungsdauer wird doch erheblich übersichtlicher. Mal ehrlich, ist es nicht wunderbar? Schicken wir die Arbeitslosen, mit Hilfe der Transall ins Ausland, versorgen sie ein paar Wochen und durch ihre schlechte Ausbildung (Zwecks Lernresistenz) laufen sie grinsend in MG Feuer und schwupps sind ein paar Patronen der Gegner weg und ein paar hungrige Mäuler haben wir dann auch weniger zu stopfen. Ich krieg mich gar nicht mehr ein vor lauter Vorfreude. Ich hab ja gelesen, dass die Bundeswehr inzwischen auch verstärkt an Schulen tätig wird. Ok, die intelligenten Schüler werden da nicht drauf anspringen, aber die können wir hier ja auch gut gebrauchen. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen afghanisch stämmigen, der die Bundeswehr für einen kostenfreien Heimflug nutzen möchte. Ich finde das ja verständlich, sind die Ticketpreise doch sehr teuer und der Nacktscanner ist ja auch nicht so prickelnt. Lieber die Hoden von nem Fremden begrabschen lassen, einmal kurz gehustet und schon ist der Flug gebucht.

Man kann unserem Verteidigungsminister und unserer Arbeitslosenministerin nur gratulieren. Guter Plan ihr lieben! Vor allem aber habt ihr mir wieder bewiesen, dass Frau von der Leyen immer gut für eine produktive Zusammenarbeit ist. Herrn Schäuble schnell aus dem Weg gerollt und sich den gegelten Verteidigungsminister gleich aus dem Flugzeug heraus gekrallt. Gierig ist sie ja, aber verständlich ist es ja auch. Wohin mit ihren vielen Kunden? Irgendwas muss sie sich ja einfallen lassen. Der rollende Wolfgang muckt schon, ob der hohen Kosten auf, der Gesundheitsminister macht sich Sorgen, ob die Krankenkassen die ganzen, durch Alkohol und Fast-Food, zerstörten Zähne noch reparieren können und der Wirtschaftsminister ist sich noch nicht sicher, ob fehlender Alkoholkonsum den Unternehmen ernsthaften Schaden zufügt. Ich bin also der Meinung, dass es für alle Beteiligten eine Gute Lösung ist. Schicken wir die Arbeitslosen ins Ausland, senken wir die Kosten und machen wir dem Modewahnsinn unter jungen Erwachsenen ein Ende!

100. Jubiläumsgeschreibsel

Ich habe es geschafft. Ich schreibe hier gerade an meinem 100. Text für meinen Blog. 100 Artikel! Zwischenzeitlich dachte ich ja nicht, dass ich das schaffe, bin ja doch gerne mal wankelmütig und beende etwas aus Frust, gerne auch aus Langeweile.

Ich weiß noch wie es war, wie ich vom Reizzentrum, mehr oder weniger sanft in die Richtung des Blogschreibens getrieben wurde. Geschichten schrieb ich gerne, mal für die Großen aber durchaus auch für die Kleinen. Immer wieder trieb mich die Schreiberei auch in die Welt der Lyrik. Das ein oder andere Gedicht kam gut an, einige gerieten aber auch in die Richtung „reim dich, oder ich fress dich“. Muss man durch, Spaß hat es mir trotzdem gemacht.

Schrieb ich Anfangs noch fast täglich, so ist es Heute ereignisabhängig. Durch mein momentanes Praktikum, ich darf zu hause arbeiten, komm ich nicht mehr so oft aus dem Haus. Ich habe mich oft über mein Hartz IV-Aufbewahrungslager mukiert, viel meckerte ich mit erhobener Faust gegen das Merkel und die die ganzen Kapeiken. Oft so verzweifelt, dass mir die Ironie, der Sarkasmus oder wie die ganzen Stilmittel auch immer heißen mögen, abhanden kamen und ich nur noch heulend hätte vor der Tastatur sitzen können. Ich beschwerte mich über die modegeile Jugend, ihren Stumpfsinn und das mangelnde Interesse an den Geschehnissen in der Welt. Von einigen durfte ich mir dann anhören, dass ich wohl vergessen habe wie ich in meiner Jugend gewesen bin.

Ich stelle hiermit klar: Ich war aufmüpfig, gerne arrogant, kein guter Schüler, schon mit 16 einem Kettenraucher sehr nahe und meinen ersten Irokesenschnitt hatte ich erst mit 18. Ich war in politischen Gruppen aktiv, hatte die ein oder andere Freundin und der Alkohol grüßt mich noch heute überschwänglich wenn er mich sieht! – Hat mich nicht vergessen, das gute Zeug.

Ich warnte euch in meinen ersten Worten in der Bloggersphäre, dass ihr euch nicht auf gehaltvolles freuen solltet. Nun gut, ich denke da sind in den letzten 99 Artikeln bestimmt informative Dinge zu lesen gewesen. Mag der eine Leser mich wegen meinen Meinungen mögen, oder nie wieder auf meinen Blog klicken. Im Endeffekt ist es mir nach wie vor Wurst. Bin ich zu Beginn der Bloggerzeit noch auf Links von Freunden abhängig gewesen, habe ich es irgendwie geschafft mir doch die Aufmerksamkeit von, mir vollkommen fremden, anderen Lesern zu erschreiben. Heut schau ich nicht mehr alle Stunde auf meine Statistiken um nach zu sehen ob aus den 3 Lesern schon 4 geworden sind. Von September 2008 bis Heute haben über 3000 Mäuse bei mir rum geklickt. Sollte es mich jetzt noch interessieren ob diese Zahl nun hoch oder zu niedrig ist? Ich denke nicht, denn über 3000 mal sind Artikel von mir gelesen worden, ich tauche auch in einigen Blogrolls auf. Was will man mehr? Sollte ich den Anspruch haben unter die Top 10 der Blogs in Deutschland zu kommen? Mir ist es egal, so lange auch weiterhin Menschen umher klicken, die es ab und zu mal interessiert wie ich von einigen Dingen denke.

Vielleicht werde ich ja mal erwachsen und beginne nicht immer so negativ von Personen und/oder Umständen zu denken und zu schreiben, aber wollt ihr das etwa? Soll ich jetzt anfangen mich zu entschuldigen und von Blumen und Bienen schreiben? Ich denke ich tue gut daran weiterhin das schreibende Chaos zu bleiben! Ein Würfel der holprig durch die Gegend stolpert und aneckt. Was soll ich auch eine Gummikugel sein und mich anpassen? Will ich ein BILD-Leser sein? Bestimmt nicht.

Ich schrieb in den letzten Monaten lange nicht mehr so häufig wie noch in den Anfangswochen, aber ich möchte eben nicht über meine Knieschmerzen oder mein Mittagessen schreiben. Ich finde, das ist das wohl uninteressanteste was man schreiben kann. Möge aber bitte jeder für sich entscheiden, denn ich glaube, dass es wirklich Menschen gibt, die so etwas ins Netz setzen.

Ich werde natürlich versuchen weiterhin zu schreiben – Interessantes, Komisches und natürlich Abwertendes! Wie sonst sollte ich meinen niedrigen, aufmüpfigen Standard halten können?

Auf die nächsten 100!!!