Der Friedensnobelpreis 2012…

…geht an: EUROPA!

Verständlich was sich die Damen und Herren in des Nobelpreiskomitees ausgedacht haben. „Völker aller Länder vereinigt euch!“ , Europa hat das richtig gut hin bekommen.

Mal ehrlich, was können wir froh sein in einer Staatengemeinschaft leben zu dürfen, in der es Reisefreiheit, eine eigene (Staaten umfassenden) Währung gibt und jeder auf jeden achtet. Wir dürfen unseren Wohnort frei wählen, unseren Arbeitsplatz, nur unsere Freiheit, die wird nicht nur staatenintern, nein.. seit langem auch aus Brüssel beschnitten. Wie freuten sich viele Bundesbürger, es würde ja so vieles einfacher, so viele Menschen rücken zusammen. Europa als stabiles Gegengewicht zu den Vereinigten Staaten – und doch nur eine Kopie.

Die Menschen rücken zusammen? Was eine tolle, was eine humane Idee. Die neuesten Vorfälle in Griechenland und Spanien sprechen eine andere Sprache. Sozialneid, Rassismus und Wut auf jene, die ihre Schäfchen ins trockene brachten, nachdem sie die Lämmer zur wirtschaftlichen Schlachtbank führten. Ein HURRA! auf die Völkerverständigung, leider nicht so gut, versteht sich ein Volk nicht einmal untereinander. Es wird, dieses Spielchen ist nicht neu, von oben nach unten getreten. Doch was tut ein Volk in so einer Situation?

Demonstrationen, Molotovcoktails, bürgerkriegsähnliche Zustände im zivilisierten Europa. Es wird zerstört was für den Wiederaufbau benötigt würde. Ganze Ladenzeilen werden entglast, Eigentum, das wenige das manche Menschen noch haben, wird den Flammen geopfert. Volkes Zorn entlädt sich – gegen die Richtigen? Polizisten versuchen in Zaum zu halten was schon jetzt einem europäischem Flächenbrand gleicht. Gewinner sind, wen wird es wundern, rechte wie linke Dogmatiker. Sie freuen sich auf ein neues Heer, ein Heer frustrierter, verzweifelter leerer Gläser, in dem sicheren Glauben diese Gläser mit ihren Parolen füllen zu können. Neue U-Boote für Griechenland, Unterstützung spanischer Banken, gerettet werden diejenigen, die nicht hätten gerettet werden müssen. Studierte Menschen, Angestellt, Vorstandsvorsitzende, die Menschen, die jedem glauben machen sie verstehen die Welt. Welche Welt verstehen sie? Die Welt in der sie höher als jeder Kaiser gestellt sind? Wohl wissend, die Guillotine ist abgeschafft, es kann nichts mehr passieren.

Frau Merkel zu Besuch in Griechenland, es muss ein Aufwand betrieben werden um die Kanzlerin der Bundesrepublik zu schützen. Ein Land am Rand des Abgrunds, die Daumenschrauben immer fester spürend, wird genötigt Staatsgäste zu empfangen? Ein 2 Stunden Telefonat, ohne Essen und Brimborium, hätte da nicht gereicht? Will unsere Kanzlerin die Tränen in den Augen ihres Gegenüber sehen? Ergötzt sie sich gar an den Protesten und hält sie dem griechischen Staatspräsidenten als Druckmittel vor das Gesicht?

An allen Ecken und Enden brennt es in Europa. Die Schere zwischen Arm und Reich wird uns jetzt völkerübergreifend dargestellt. Willkommen im Paradies Europa! Das Paradies für Hetzer, Dogmatiker und Hassprediger aller Ethnien und Konfessionen!

Europa hat den Friedensnobelpreis wahrlich verdient, kümmert es sich doch wie keine andere Staatengemeinschaft um Probleme die sie selbst schuf. Völkerverständigung, darum sorgen sich die Länder Europas. Ihr wollt euch nicht verstehen? Kein Problem, sorgen wir einfach für entspanntes Wettrüsten, hat im kalten Krieg ja auch funktioniert. Arbeitsplätze müssen gesichert werden, billig Produktionsstätten europäischer Unternehmen dürfen nicht gefährdet werden. Es dreht sich nur um das liebe Geld, es geht um Wirtschaftsinteressen. Europas Länder verkaufen Militärtechnologie wie geschnitten Brot. Die weltweit größten Exporteure von Waffensystemen kommen (Stand 2006) zum größten Teil aus Europa. Platz 2,3,4,5,6,7,8 und 10 kommen aus Europa. Das sich daran nicht viel geändert haben wird, das werde ich nicht alleine so denken.

Die Urteilsverkündung steht also, Europa bekommt den Friedensnobelpreis. Nun gut, der amerik. Präsident Obama bekam diesen ja auch…trotz Irak-Krieg, Einmarsch in Afghanistan und Folterungen in Guantanamo. Fast untergegangen ist bei vielen, der Nobelpreis für Literatur ging in diesem Jahr an….einen chinesischen Schriftsteller, der, überrascht mich wenig, regimetreu ist. Man möge mir verzeihen, halte ich die Jury des Nobelkomitees für mehr als weltfremd! „Arschloch sein“ scheint in diesem Jahr das Hauptauswahlkriterium (die wissenschaftlichen Preise selbstverständlich ausgenommen!) zu sein.

Gute Nacht Nobél, Gute Nacht Europa!

 

 

Update:

 

Eine Rangliste von Waffenexportländer und Waffenimporteuren kann man sich hier generieren lassen!

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One Response to Der Friedensnobelpreis 2012…

  1. Guter Kommentar zum Thema. 1980 hätte die EU den Preis vielleicht verdient, aber dieses undemokratische EU-Monster heute keinesfalls.

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