Nachwirkungen der Kolonialisierung – KONY 2012

Ich könnte dieses Video wortlos hier hinstellen, viele würden es sich ansehen, 2 Tage darüber sprechen und dann in den gewohnten Alltagstrott verfallen. Es würde sich nichts ändern, die Spuren des Kolonialismus sind in vielen Regionen Afrikas, nicht nur in denen, der Alltag. In diesen armen Ländern bestimmt Armut das Leben, der nächste Bissen, der nächste Schluck. Hier interessiert es nicht wer den größten Fernseher hat, welcher Mobilfunktarif welches Telefonverhalten preiswert macht.

 

Über die Kolonialzeit der Europäer, die Deutschen eingenommen, möchte ich an dieser Stelle einige wenige Worte verlieren. Ein Geschichtsbuch eurer Wahl hilft euch bei weiteren Recherchen gerne weiter.

Bodenschätze, der gewichtigste Grund Afrika „untertan“ zu machen, sind auch heute noch Garant für Leben….wenn die Erlöse nicht in die Hände windiger Diktatoren wandern würden. Bürgerkriege, auch über Landesgrenzen hinaus, sind keine Seltenheit, die Gier treibt an und entfacht stets das Feuer neu. Kriege werden von westliche Staaten mit „wenig“ Aufwand geführt, Drohnen und anderes automatisierte Kriegsgerät schont die Leben der Aggressoren. In Afrika stehen diese Mittel nicht, oder noch nicht, zur Verfügung. Das Unwort „Menschenmaterial“ trifft und erklärt die Kriegsführung recht gut. Es geht um Menschenleben, nicht nur das von erwachsenen Menschen.

Ein über Jahre tobender Bürgerkrieg um Ressourcen lässt das „Menschenmaterial“ zusammenschrumpfe und die die nächsten Generation können den Bedarf nicht decken. Der findige Diktator weiß sich da aber zu helfen:

 

Familien werden erpresst, es geht um Nahrungsmittel für die Truppen, es geht aber auch um Familienmitglieder, diese müssen für die „Sache“ kämpfen. Kinder verlieren ihre Unschuld, werden zu Werkzeugen degradiert, töten für etwas das sie nicht verstehen. Wo sollen sie aber auch hin? In vielen Regionen gibt es kaum Ackerbauflächen, Wasser ist rar und von Schule oder Ausbildung möchte ich gar nicht erst reden. Willkommen in Afrika!

Exemplarisch für die vielen Länder Afrikas, hier ein Film über Uganda und seinen Diktator Kony.

Genug der Worte – Film ab!

 

 

 

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: