Danke für 20.000!

Manche Dinge passieren ohne das wir bewusst daran denken, oft übersehen wir sie. Wir sind abgelenkt, setzen Prioritäten und fokussieren uns. Dies hat in den meisten Bereichen unseres Lebens auch Sinn, es fördert das Vorankommen, es macht uns leistungsstark und treibt uns an.

Schreibt man einen Blog sieht die Sache ein wenig anders aus. Ein Blog, ein veröffentlichtes Tagebuch, ist im Freizeitbereich ein Hobby, etwas über das man nachdenkt, es aber schlussendlich zur eigenen Ablenkung, vielfach auch aus einem inneren Exibitionismustrieb heraus schreibt. Ob man nun möchte oder nicht, man legt doch beachtliches von sich offen. Der eine schreibt gerne über seine Haustiere, die andere vielleicht über ihre Strickarbeiten und jeder versieht seinen Post mit einer persönlichen Note, denn sie ist es, die den Leser bindet. Sicher, ein Thema muss für den Leser interessant sein, doch ein schnödes Runtergetippe bringt nur wenig Mehrwert für den Leser, in dem Fall könnte er sich auch eine Fachzeitschrift durchlesen.

Es ist jetzt knapp über 3 Jahre her das ich meinen ersten stümperhaften Blogpost schrieb. Ich musste in den ersten Wochen lernen meine Gedanken zu ordnen, habe viel Kritik, positive und negative zu hören bekommen und verzweifelte oft an mir selbst. Im Gegensatz zu vielen anderen wurde ich aber nicht müde mich mit dem Thema „Schreiben für den Blog“ auseinander zu setzen. Ich gebe zu, ich brauche das Schreiben, es verschafft mir Entspannung. Einige von euch werden zu diesem Zwecke dem Sport frönen, besser für den Körper, aber mein dicker Hintern sitzt eben gern und tippt.

In den vergangenen 3 Jahren hat sich viel getan, gedanklich, strukturell und auch schreibtechnisch. Ich habe gelernt meine Gedanken nicht nur freier und strukturierter zu tippen, ich feilte auch an meinem Schreibstil. Letzteres machte und macht mir am meisten Freude. Lese ich mir die ersten Gehversuche durch, so belächle ich mich gern selbst. Oh man, was habe ich da alles verzapft, was kamen da für Satzkonstrukte heraus, was habe ich nicht alles experimentiert. Kurze Sätze, lange Sätze, Umgangssprache, Zeitungssprache, es wurde mir nie langweilig. All dies nur, weil ich mit 16 einmal begann Gedichte zu schreiben und so meine Leidenschaft für Worte entdeckte.

Bei einer ungewollten Teilnahme an einem Bloggertreffen vor etwas mehr als 3 Jahren ließ ich mich dann überreden es einmal zu versuchen mit diesem „bloggen“. Ich danke meinem lieben Freund Holger noch heute dafür! Er war es auch, der mir in den ersten Wochen unter die Arme Griff und mir einige Tipps und Kniffe zeigte, seine überdurchschnittliche Geduld war und ist mir Heute noch ein Rätsel. Schon das Finden der URL, das Finden eines Blognamens und das Grübeln über einen Nick schien mich damals zu überfordern. Heute weiss jeder, wenn er im Internet nach dem Kuschelpunker sucht, er wird mich finden – die Ausnahme bildet nur ein Kuschelpunker bei myspace!

Ja, der Kuschelpunker….was hat er mich doch beeinflusst. Mal eher privates, nachdenkliches und gefühlvolles und im nächsten Post dann wieder den Revoluzzer raushängen lassen, es hat mich nie gestört diese Schizophrenie an den Tag, bzw. in diesen Blog zu legen, meine persönliche Note eben. Ihr durftet euch ja auch immer herrlich darüber aufregen, ich bin mir sicher, einige werden hier und da kräftig mit dem Kopf geschüttelt haben, der ein oder andere wird mich müde belächelt doch bei alledem hoffentlich nie vergessen haben, es ist MEINE Meinung. Ich wollte und will sie euch nicht auf zwängen, von Beginn an ist dies nie meine Intention gewesen, ich wollte euch immer nur meine Meinung kund tun und euch, im besten Fall, eine weitere Möglichkeit zeigen über Dinge nach zu denken.

Jetzt sind es also 20.ooo Besuche geworden. 20.ooo mal wurde einer meiner 233 Posts angeklickt, hoffentlich auch gelesen und über 400 mal kommentiert. Einige von euch treuen Lesern kenne ich von Anbeginn, einige durfte ich durch Kommentare etwas kennenlernen, doch auch ihr ganzen Anonymen ward mir immer herzlich willkommen und ihr werdet es auch immer sein. Geduldig seid ihr mit mir gewesen, habt mir viel verziehen, wartet geduldig auf einen nächsten Post, denn im Gegensatz zu anderen poste ich ja nicht jeden Tag, oder jeden 3. Tag, dies wird auch in Zukunft nicht passieren. Meine Artikel sind umfangreicher geworden, sie erfordern inzwischen mehr Arbeit, auch weil ich die Themen sorgsamer wähle. Habe ich vor 3 Jahren noch viel über Buserlebnisse geschrieben, so geht es inzwischen mehr in Richtung Gesellschaftskritik, nationale und internationale Politik und immer mal wieder etwas überraschendes wie eine CD-Rezension.

Ich habe keine Ahnung wie oft ich in Zukunft bloggen werden und ich kann euch auch nicht sagen ob dies vielleicht mal ein Blog übers stricken wird, aber eines kann ich euch sagen:

Ich mache weiter, nicht jeden Tag, vielleicht auch nicht jede Woche, aber ich werde mich weiter aufregen, mich freuen und meinen kleinen Blog mit Inhalt füllen!

Ein dickes DANKESCHÖN! an euch meine lieben Leser! Danke für eure Geduld, die Kommentare, eure Treue und jeden Link auf meine Website.

Auf die nächsten 20.ooo!!!!

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2 Responses to Danke für 20.000!

  1. reizzentrum says:

    Gern geschehen 😉

  2. Nikolay says:

    Ich freue mich Ihren Blog entdeckt zu haben! Er gehoert jetzt zu den drei, die ich in meinen „Favorites“ gespeichert habe. Meinen taeglichen Klick haben Sie sicher! (-:

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