Mit erhobenem Zeigefinger

Juhuuuu! Wir sind pleite! Kaum einer bekommt es mit, aber ja, wir sind pleite. Meiner einer wird ja schon länger vom Pleitegeier geküsst, aber das dies diesem Land mal passieren könnte? Meine lieben Leser, ich denke wir sollten uns an dieser Stelle einmal ordentlich bedanken. Bei wem? Na, bei den Griechen und der gesamten Europäischen Union. Danke!

Sicherlich haltet ihr mich schon wieder für total bekloppt, aber ich denke eine kleine Danksagung darf man ja wohl verschicken, oder? Gehört sich so, hat schon Mutti gesagt. Immerhin ist es jetzt vielen, der BILD sei dank, bewusst – die ganze Krise kostet uns in den nächsten Jahren mehr als 200 Milliarden Euro. Nicht schlecht, oder? 200.ooo.ooo.ooo Euro – nur damit auch jedem klar wird wie viele Nullen diese Zahl hat. Es sind 9 Nullen plus eine zweihundert davor. Nun meckern wir natürlich, auch in diesem Fall – Bild sei dank – artig über die Griechen und bereiten uns schon mal darauf vor die Spanier und noch einige andere Länder zu hassen. Als die Griechen der EU beitraten haben sie einiges schön geschrieben, soviel ist inzwischen ja bekannt, insofern kann ich nur dazu aufrufen vermehrt die griechischen Restaurants auf zu suchen. Die Griechen müssen jetzt ja sparen. Bei den niedrigen Gehältern und den hohen Lebensmittelkosten ist das ein Kunststück. Aus diesem Grund: „Geht zum Griechen essen!“ Helfen wir den Griechen damit sie ein wenig Geld nach hause schicken können. Die marode Finanzstruktur der Athener muss wieder in Ordnung kommen. Was kümmern wir uns um unsere Straßen, wen interessiert es, dass Kindergartenplätze gestrichen werden sollen? Wir sollen sparen? Ok, es ist verständlich. Ich spare gerne, ich frage mir nur woran.

Ich erinnere an die großen Worte von Schröder und Merkel, die da aussagten – es geht nicht ohne unsere Jugend, sie muss besser gefördert werden. Erstaunlich, da auf einmal alles egal scheint. Es gibt in meinen Augen viele Positionen im Bundeshaushalt an denen gespart werden kann. Wir könnten unsere Soldaten aus den Kriegen zurückholen. Währe doch mal ein Anfang, oder? Mal ehrlich, die könnten doch in diesem Land durch ihre gute Ausrüstung die Polizisten ersetzen. Dann kommt es nicht mehr zu Schlägen auf wehrlose Demonstranten, dann werden Soldaten samt Gewehr auf eine Kreuzung gestellt und der Rundumschlag ausgeführt. So spart man dann auch Arbeitslosenunterstützung. Eines ist ja bekannt, demonstrieren tun doch nur Arbeitslose, der Rest hat doch keine Zeit. Da sich bekannter maßen die Arbeitslosen auch am stärksten vermehren, könnte so an der Kita gespart werden. Sehr ihr, so wird das gemacht. Nicht direkt an einem Posten sparen. Nehmt lieber einen Posten gegen den etwa 70% der Bundesbürger sind, so verliert man auch keine Sympathiepunkte beim Volk.

Nun fehlen uns aber immer noch viele Milliarden, Geld das uns vor der Wahl als Steuergeschenk verkauft wurde. Ich habe noch nichts von einer Steuersenkung, die den einfachen Arbeitnehmer betrifft gehört. Bin ich taub? Durch die Hehlercd´s können wir sicherlich ein wenig wieder rein holen. Es stimmt mich optimistisch, doch wird das reichen? Das negative Steuergeschenk hab ich ja schon geschluckt, aber wo soll das hinführen? Die Maastrichtverträge halten wir doch schon seit vielen ungezählten Monden nicht mehr ein. Weiß jemand wie hoch uns da die Strafen kommen? Behalten wir die gar ein und verkneifen uns eine Zahlung? Sollte unser eins sich mal mit dem Steuerbescheid erlauben!

Ich bin ja dafür das die ganzen Zahlungen an diverse Organisationen wie der UN eingespart werden. Wie kommen diese hohen Zahlungen eigentlich zu stande?

Nachdem wir nun die Bundeswehr ins Inland berufen haben und sie für niedrigere Arbeitslosen- und Kinderzahlen gesorgt hat – insofern auch gut, da wir deutschen dann komplett aussterben und sich vielleicht dann auch dieses Land auflöst! – kürzen wir noch die Nettobetragszahlungen an die UN, die EU und die Kinderhilfswerke. Wo nichts ist, da braucht man ja auch nicht helfen. Was bleibt denn noch? Ach ja, Spritsteuer auf 150% anheben, so kann man auch die Umwelt schützen. Lebensmittelpreise werden staatlich kontrolliert und so hochgehalten, dass die Märchensteuereinnahmen ausreichen um 10% Tilgung der Staatskredite zu finanzieren. Ich glaub das reicht dann auch. So sollte man den Staat doch sanieren können, dann können wir uns auch wieder auf das wesentliche konzentrieren – den Fingerzeig auf andere Länder!

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2 Responses to Mit erhobenem Zeigefinger

  1. Andy1 says:

    Politiker, hat doch mal einer gesagt, „was geht mich das Geschwätz, von gestern an“,
    sind nun mal wie Tauben, unten fressen sie einem aus der Hand, sind sie oben scheis…. sie einem auf den Kopf.

    Ist schon traurig, wie uns mit tollen Worten Missmanagment verkauft wird, egal welches Land in der EU gemeint ist, keiner macht es wirklich gut.

    Und als Nachsatz, was nutzt eine Politik, wenn sie in den „Fängen“ der Wirtschaft gefangen ist.
    Stichwort, Geld regiert die Welt und nicht guter Wille und schöne Worte.

  2. kuschelpunker says:

    wenn politiker eines in perfektion zu beherrschen scheinen, dann ist das die rethorik. unfassbar was die da manchmal raushaun. mein favourit ist immer noch „negatives wirtschaftswachstum“. da krieg ich regelmäßig die krise.

    leider muss ich dir auch in dem punkt der befangenheit recht geben. wenigstens wird jetzt überlegt den hotelliers die märchensteuersenkung wieder weg zu nehmen. schmirgeld umsonst bezahlt – so ein mist aber auch!

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