Geben und nehmen – Ich habe da einen Plan

Wem sollen wir Heute noch glauben? Es heißt so schön, dass jeder sein Kreuz zu tragen hätte. Welches Kreuz aber genau? Meine Eltern haben mir erzählt, dass man ehrlich sein soll, dass man sich auch mal für andere einsetzen soll. Ich glaub ja, die haben mich eiskalt belogen! In den Medien lesen wir von Schlägern, die sich nehmen was sie wollen. Politiker machen sich Sorgen um ihre Parteifinanzen und halten dankend die Hände auf und die Kirche….ja, die Kirchenmänner nehmen sich auch was sie wollen/brauchen. Seit Wochen wird mir schlecht. Seit Wochen lese ich in den Zeitungen, in den Blogs und sehe in den Nachrichten Dinge, die ich fast nicht glauben mag.

Macht denn inzwischen jeder was er will? Da werden Kinder zu Handlungen genötigt, die ich mir nicht mal im entferntesten vorstellen möchte und keiner will was mitbekommen haben? Merkwürdig. Erinnert ein wenig an alte braune Zeiten, da will ja auch niemand was gesehen haben. Werd ich mir mal zum Vorbild machen müssen. Ich muss nur noch einen Weg finden wie ich mein Umfeld so richtig schön verarschen kann und dann werde ich hoffentlich auch mal glücklich. Sehe ich einen Mitbürger rauchen, nehme ich ihm einfach seine Kippe aus der Hand. Ein kleines Kind freut sich über seinen Lutscher? – Nicht mehr lange! Jede hübsche Frau wird von mir abgeleckt und anschließend um ihre Wertsachen gebracht. Dass wird ein schönes Leben meine lieben Leser. Wie bitte? Höre ich da jemanden schreien, der meint, das wäre doch Anarchie. Weit gefehlt.

Anarchie setzt ein gewisses Grundverständnis von Nächstenliebe, Rücksichtnahme und dem Prozedere des Gebens und Nehmens voraus. Also alles Dinge von denen anscheinend niemand mehr etwas wissen will. Obwohl, ist ja auch nicht richtig. Die Kirche gibt uns ja ihren Segen, dann darf sie sich ja auch die Unschuld der Kinder nehmen. Wahrscheinlich wird denen dann auch noch gedroht, dass sie in die Hölle kommen. Unzucht treibt man ja nicht ungestraft. Da sollte die Kirche doch mal, angesichts der hohen Abwanderungszahlen aus ihrem Mitgliederkreis, den Ablassbrief wieder ins Leben rufen. Wär ja mal ne Idee. Wenn einige Städte mit Huren- und Bettensteuer kommen dürfen, kann die Kirche doch auch mal auf altbewährtes zurückgreifen. Ich bin ja voll dafür. Schnell noch die Politik in die Pflicht genommen, das ganze als Gesetz erlassen (Was muss man dafür wohl an die FDP zahlen?) und schon ist eine zusätzliche Einnahmequelle erschlossen. Mit diesem Geld könnte man dann ja Einrichtungen für gequälte Kinderseelen aufbauen und so den Schein einer karitativen Einrichtung wahren.

Man, ich hab ja Pläne. Werde wohl gleich mal nach Rom pilgern, die Reise lass ich mir dann vom Steuerzahler finanzieren, denn ich bin mit meinen Plänen ja schon sehr wichtig, da darf mir nichts passieren. Vielleicht nehm ich mir noch das Reizzentrum mit, der darf sich dann über die Reisegegebenheiten aufregen…aber wehe über den Papst, denn auf den soll man ja nichts kommen lassen. Ich will mein Programm ja durchgesetzt bekommen….und als Belohnung winkt mir dann der Segen des heiligen Vaters. Da kann ich mir zwar nichts von kaufen, aber ich komm zumindest nicht in die Hölle!

Wenn es dafür mal nicht schon lange zu spät ist 😉

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4 Responses to Geben und nehmen – Ich habe da einen Plan

  1. reizzentrum says:

    Ach, ich soll dir Händchen halten und aufpassen dass – wenn wir dann im Vatican sind – sich kein Bischof oder anderer schlimmer „Finger“ dir „afterwärts“ nähert….

    Bist doch gross und stark, DEN (Horror)Trip kannste alleine machen.

  2. kuschelpunker says:

    Och schade, ich dachte ich gönn uns beiden mal ne pilgerfahrt! du bist aber auch unflexibel und reisefaul….unfassbar 😉

  3. der vatikan hat ja nun zumindest pr-mässig an sich gearbeitet und eine neue hymne für die katholische kirche im hirtenbrief verkündet: „ihr kinderlein kommet, oh kommet ….“

  4. kuschelpunker says:

    das ist zwar ein wenig makaber, aber leider macht es wirklich den anschein. böse, böse!

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