Wetter – da hab ich ein Problem

In Hamburg wird es endlich mal ordentlich kalt. Es sind noch keine Minusgrade, aber die Nähe ist schon spürbar. Der Dezember hat seine ersten Tage überstanden und die Weihnachtsmärkte freuen sich, im Gegensatz zu mir, über IHRE Verkaufszeit. Die Bundesbürger schlängeln sich durch glitzernde Stände, verbrauchen ihre letzte Atemluft um sich den Mund nicht am Glühwein zu verbrühen und ich gehe genervt durch die Innenstadt um mit meiner Freundin Zeit beim „Bummeln“ zu verbringen. Wie ihr gerade beim Lesen merkt habe ich es überstanden! Ich mache mir jedoch Sorgen um meinen Gesundheitszustand. Nicht, dass ich taub werden würde von all den Weihnachtsliedern, sondern wegen des Wechselspiels von warm und kalt. Jeder von uns kennt es. Man zieht sich warm an, so mit Schal, Mütze und dicker Jacke und verlässt das Haus. Sollte man auf die aberwitzige Idee kommen mit seiner Geliebten „bummeln“ zu gehen heißt es aber nicht nur an der frischen Luft seine Füße mit Schritten zu malträtieren. Zumeist begibt man sich gerne mal in das ein oder andere Geschäft. Schaufenster anschauen befriedigt Frau nämlich höchstens 2 Sekunden, den echten Kick holt sie sich dann beim Stöbern zwischen dem Kleiderablagemobiliar. Was passiert aber mit mir während Frau sich freut, ärgert und irgendwann vielleicht mal umzieht? Ihr erratet es sicherlich schon – meine Schweißdrüsen beginnen ihre Arbeit! Mütze runter, Schal gelockert und die Jacke aufgemacht. Bringt nicht wirklich viel, aber so kommt man sich nicht ganz so dumm vor. Ich komme ja nicht gerade aus einem afrikanischen Land im Hochsommer!

Verlässt man dann den Frauenaufbewahrungshort geht die Geschichte umgekehrt los. Mütze wieder auf, Schal wieder enger um den Hals geschnürt und die Jacke bis zum Anschlag verschließen. Soweit so gut. Wieder ein paar Schritte, wieder ein „Frauenglüchlichmachladen“, erneut die Anpassungsprozedur. Wenige Minuten später dann das ganze in umgekehrter Reihenfolge. Ich glaub ich werd bekloppt, aber was will man machen? Frau ist komisch drauf, denn ihr Körper ist angeblich unförmig. Nichts will passen, die richtigen Farben sind auch nicht vorrätig und zu allem Übel roch es in den Umkleidekabinen merkwürdig. Ich komm da nicht mehr mit. Schweigend folge ich meiner Liebsten durch den Wurm Kaufsüchtiger. Meine Jacke ist geschlossen, doch leider verströmen die Menschen in meiner näheren Umgebung so viel Wärme, dass mir richtig unwohl in meiner Haut wird. Dies Mischmaschwetter nervt.

Jetzt mal ehrlich, entweder warm oder kalt, aber doch nicht so etwas. Wem es zu kalt ist, der kann ja mit ein paar Hamburger-Jungs werfbare Heizkörper bauen. Wem es zu warm ist, der braucht sich doch nur mal mit einem Muslimen über das Minarett-Verbot in der Schweiz unterhalten. So oder so, es ändert sich schnell was an eurem subjektiven Wärmeempfinden.

Die Jungs aus Hamburg machen es schon richtig. Alles in allem wollen sie der Polizei doch nur die Heizkosten sparen. Meine lieben Mitbürger, das geht uns alle an. Weniger Heizkosten gleich weniger Steuergelder die verpuffen. Lassen wir lieber die Autos der Uniformierten verpuffen, nun gut, ist nicht so toll wegen der Treibhausgase, aber mal ehrlich – wie viele Menschen sich an brennenden Autos doch wärmen können?

Sollte euch zu warm sein, dann stellt euch vor einen Muslimen und sagt ihm, dass ihr das Minarett-Verbot für gerechtfertigt haltet, denn schließlich ist eine Moschee ja kein Radiosender. Was meint ihr wie schnell ihr eure Jacke los seit? Bedankt ihr euch allerdings danach noch und lauft nicht weg, wird euch im Gesicht bestimmt wieder ganz schnell warm. Ein paar Ohrfeigen bringen das kälteste Gesicht zum glühen. – Anmerkung: Seit froh wenn es bei Ohrfeigen bleibt! Eine nicht so angenehme Wirkung hat vielleicht die Anspielung auf die Akzeptanz von Christen in arabischen Ländern, denn schließlich haben Christen dort nichts zu lachen, aber Hauptsache man beruft sich auf das in Europa geltende Recht. So wird das ja nie was mit dem EU-Beitritt der Türkei!

Ihr seht also, es gibt Methoden mit dem Wetter um zu gehen, sofern es sich denn mal entscheiden möge!

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