„Zensur, Zensur, es lebe die Zensur!“

Na, das ist ja mal wieder eine Information, die ich glücklich macht. Wie ich Fefe´s Blog entnehmen durfte, haben wir einen neuen Minister für Propaganda und damit nicht genug, reiht er sich hervorragend an seinen Vorgänger an. Was schimpften wir doch über Zensursula, vorher und hinter ihr über Herrn Schäuble. Eine Petition wurde ins Laufen gebracht und was passierte? – NICHTS! Darüber brauchen wir uns keine Sorgen mehr machen, denn unsere Kinder werden wohl nie etwas davon erfahren, werden uns als degenerierte Kämpfer abstempeln die zu Übertreibungen neigen. Wie Abe Simpson werden uns unsere Homer´s dieser Welt nicht für voll nehmen. Müssen sie ja auch nicht, denn was zu wissen und zu denken ist, wird uns ja vorgekaut. Wer dachte die Zeitung mit den vier großen Buchstaben kaut schon genug für uns, der irrt.

Eine Ausstellung, die im Oktober diesen Jahres in Berlin eröffnet wurde, hat uns gezeigt zu was unser Staat so alles im Stande ist. „Fremde? Bilder von den Anderen in Deutschland und Frankreich seit 1871 „ ist der Titel dieser Ausstellung. Nun möchte man meinen, dass wir Deutschen schon genug über unsere ausländischen Mitbürger informiert sind, ich behaupte aber, dass wir es nicht sind. Vieles läuft nach wie vor schief, das beginnt bei der Schulpflicht, die gerne mal nicht so genau genommen wird und endet damit, dass es immer noch die gängige Praxis des Ehrenmordes gibt. Mag man nun sagen was man will, aber wir sind keine Heiligen was unsere Mitmenschen angeht. Muss einfach mal gesagt werden. Schlimm genug, dass wir mit diesem Damoklesschwert leben müssen, jetzt wird uns auch noch erzählt, dass Europa was ganz heiliges und tolles ist. Die Zensurbehörde hat ganze Arbeit geleistet.

Aus:

»Neue Gesetze über Staatsangehörigkeit und Zuwanderung schufen erst seit der Jahrtausendwende die neuen Rechtsgrundlagen. Während innerhalb Europas die Grenzen verschwinden, schottet sich die Gemeinschaft der EU zunehmend nach außen ab. Die ›Festung Europa‹ soll Flüchtlingen verschlossen bleiben.«

Wird da mal ganz charmant und unbedarft folgende Aussage gemacht:

»Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert seitdem staatlicherseits die Integration von Zuwanderern in Deutschland.«

Kann ja auch nicht sein, dass eine deutsch- französische Ausstellung Europa und die EU kritisiert. So ja nun mal nicht. Unser Nachwuchs muss unbedarft und positiv zu EU eingestellt aufwachsen. Wie sonst ist es möglich linientreue Lemminge heran zu züchten? Immer in der Spur bleiben meine Lieben Mitmenschen! Die Indizierung des neuen Albums der Musikgruppe „Rammstein“ kann man für übertrieben halt oder nicht, man kann darüber schmunzeln oder herzlich lachen, aber da geht es um den Schutz unserer Kinder vor Pornographie. Das die Indizierung auch gleich mal unsere Zensursula in ihrem neuen Amt, dem Gesundheitsministerium, in die Wege geleitet hat ist nicht weiter verwunderlich. Sie hängt einfach noch zu sehr an ihrem alten Amt. Nehmen wir mal so hin, obwohl es eine Frechheit ist, aber nun gut, vielleicht hat sie noch zu wenig zu tun. 2007 hat sie es ja mit allen Alben der Band versucht, kam aber nicht durch. Nun frage ich mich ja mal ernsthaft, ob eine kritische Stimme, eine Andersartigkeit in seiner Arbeit, denn nichts anderes ist Kunst, automatisch zur Inhaftierung auf den schwarzen Listen der Obrigkeit führt? Darf ich jetzt gar nichts mehr sagen?

Ich weiß, ich mal schwarz, denn ich kann mich ja immer noch am Stammtisch mit meinen Freunden unterhalten, da lallen wir uns voll und uns nimmt eh keiner ernst. Kinder und Jugendliche würden sich nicht mit uns „Alten“ unterhalten und wir würden somit keine Gefährdung darstellen. Was aber ist mit meinem Blog? Schreiben ist ja auch irgendwie eine Kunst, oder? Bekomme ich bald einen Brief aus dem Kultusministerium mit der Aufforderung doch ab sofort meine Meinung aus der BILD zu holen? Eine andere würde das Ministerium nicht gelten lassen, doch alle Medien zu kontrollieren würde den Etat sprengen, also sollte ich denen doch bitte mal entgegen kommen. Kann ich gerne machen, aber für meine 10 – 100 Leser kann ich das nicht garantieren – und das ist gut so!

Wir hören immer wieder, dass wir Bundesbürger nach vorne schauen sollen, doch mal ehrlich, wieso sollen wir in unsere düstere Zukunft sehen ( so prophezeite es das Merkel ), wenn die Obrigkeit gerne mal in der Vergangenheit nach neuen Arbeitsmethoden wühlt?

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