Die Schweinegrippe hätte Robert Enke nicht „helfen“ können

Oh man, ich wollte eigentlich nicht über so „lustige“ Dinge wie die, zur Zeit Medien beherrschende Pandemie schreiben, aber ich glaub ich muss das wohl mal tun. Allmählich regt mich das ganze nämlich doch so ein bisschen auf. Es ist schrecklich das Menschen sterben, das steht für mich außer Frage, dennoch bewerte ich die Euphorie, mit der die Medien die Bevölkerung zu texten, als übertrieben. Wieso ich dieser Meinung sein kann? Recht einfach, ich halte von je her nichts von übertriebener Panikmache. Die Zeitungen wollen doch nur ihre Auflagen steigern, malen uns die Welt schwarz an und übersehen einfache Dinge. Es gibt in Deutschland inzwischen eine steigende Zahl an infizierten Menschen. Ich als Nichtkonsument der BILD-Meinung frage mich da doch mal ein paar Dinge.

 

Punkt 1 ist relativ einfach und offensichtlich: Wir haben die jährliche Grippezeit, wie viele Menschen erkranken denn daran und vor allem wie viele sterben daran jedes Jahr?

 

Die zweite Frage die sich mir stellt: Ich gehe davon aus, dass jedes Jahr tausende an der Grippe erkranken und vielleicht auch sterben. Warum hören wir davon 2 Tage und fertig ist die Berichterstattung? Sind hunderte an „normalen“ Grippeopfern keine Meldung wert?

 

Als nächste Frage muss dann folgende erlaubt sein: Ist es abwegig, im Zuge der Weltwirtschaftskrise, den Pharmekonzernen auf die Sprünge helfen zu wollen? Was vielen Menschen vielleicht gar nicht so bewusst ist, ist die Tatsache, dass in den entscheidenden Gremien der WHO (auf deutsch – Weltgesundheitsorganisation) Spitzenleute aus der Pharmaindustrie sitzen. Wer regelmäßig die Börsenkurse verfolgt, wird festgestellt haben, dass die Aktienwerte der Pharmaunternehmen durch die Decke schossen. Interessiert überhaupt irgendjemanden dieser Zusammenhang?

 

Genauere Informationen zu diesen Zusammenhängen bekommt ihr beim Reizzentrum!

 

Es wird in diesen Tagen viel vom Tod gesprochen und geschrieben. Da ist nicht nur die Schweinegrippe, da gibt es ja auch noch den Tod von Nationaltorwart Robert Enke. 32 Jahre ist er alt geworden. Er litt wohl an Depressionen. Wer an dieser Stelle glaubt, dass ich mich über diese Krankheit lustig mache, der irrt. Robert Enke hat sich vor einen Zug geworfen/gelegt oder wie man es auch immer sagen möchte. Keine schöne Sache, mein Bedauern gilt an dieser Stelle den Hinterbliebenen. Ich habe mich mit einigen Menschen über diese Nachricht unterhalten und habe mehrere Aussagen zu hören bekommen. Auf der einen Seite gibt es Bedauern, auf der anderen Seite aber auch die Anmerkung, dass jemand ganz schön schwach und feige sein muss um sich nicht mehr seinem Leben stellen zu wollen. Kann man geteilter Meinung drüber sein, denn ich glaube nicht, dass R. Enke sich die Entscheidung leicht gemacht hat.

 

Dann gab es noch die Aussage eines ehemaligen Mitarbeiters der Bahn, der ganz klar formulierte, dass Herr Enke noch einen Tritt hinterher bekommen sollte, denn er hat nicht an diejenigen gedacht, die nicht mit ihm befreundet oder verwandt gewesen sind, die Schweinerei aber wegmachen mussten. (Es wurden, laut Informationen familiärer Quellen, früher sogar Sonderzulagen für das Reinigen der Gleise bezahlt!) Diesem Vorwurf kann ich irgendwie zustimmen, denn es kann niemand etwas für die Emotionen eines Fremden Menschen. Wieso konnte Robert Enke sich nicht aufknüpfen oder sich im Karneval unter feiernde potenzielle Schweinegrippewirte begeben? Mag sein, dass das Ergebnis ähnlich gewesen währe, oder nicht? Der Mann wollte auf Nummer sicher gehen, konsequent war er also, aber so kannte man ihn auch im Tor.

 

Es bleibt also an zu merken, dass ein gewählter Freitod sicher zum gewünschten Erfolg führt wenn man sich auf die bekannten Methoden verlässt. Schweinegrippe in der Karnevalszeit zählt, in meinen Augen, definitiv nicht dazu!

 

Ich bin mir bewusst, dass das Thema Tod immer zu Kontroversen führt, aus diesem Grund habe ich in den vorangegangenen Zeilen auf Stilmittel wie Ironie verzichtet. Zu ernst ist die Lage und zu sehr bedaure ich den Verlust eines Menschen, egal ob nun Nationaltorwart oder nicht!

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