Komische Argumentation und ich bin der Leidtragende

Wie viele Schläge kann ein Boxer einstecken ehe er zu Boden geht? Wie oft muss man einem Menschen erzählen das etwas nicht geht ehe er es versteht? Ich musste mir diese zwei Fragen in den letzten Tagen öfter stellen. Zum Thema – ich erzählte euch ja oberflächlich von meinen Umschulungsplänen. Tolle Dinge hatte ich mir zurecht gelegt. Unterlagen wurden von mir besorgt, durchgearbeitet und aufbereitet. Ich machte mich also vergangenen Donnerstag mit leicht zittrigen Knien auf den Weg zum Amt, genauer zu meinem AV (Arbeitsvermittler). Nach kurzer Wartezeit ging es dann endlich an den „runden“ Tisch, der eigentlich mehr mit einem Viereck gemein hatte, denn mit einer runden Oberflächenform.

 

Ein kurzer Plausch, dann gings zur Sache. Ich legte ihm meine vorbereitete Mappe auf den Tisch. Als er erkannte, dass es sich um ein Fernstudium handelte, interessierte es ihn schon nicht mehr. 100% durch den Bildungsgutschein förderfähig! – Wen interessiert das? Ich wollte es nicht glauben. Argumentation: Nischenjob und durch das Fernstudium ergibt sich eine seeeehr hohe Abbruchquote „Punkt“ Danke! Da wollen die, das ich Initiative zeige, mir selber was überlege und mich dahinter klemme und dann das. Ich wollte es nicht glauben, also wurde die Amtsleiterin hin zu gezogen.

Zur Erklärung, der Kuschelpunker möchte gerne zum Online-Redakteur fortgebildet werden.

Folgende Argumente wurde vorgetragen:

 

Herr Kuschelpunker, ein Fernstudium kann ich nicht genehmigen, denn dies ist keine zertifizierte Fortbildungsmöglichkeit.“ – Ich zeigte ihr ein entsprechendes Zertifikat des Unternehmens.

 

Wir haben so viele Journalisten, die bekommen wir alle gar nicht vermittelt. Ihre Nischenidee wird in keinem festen Arbeitsverhältnis fruchten.“ – Ich überlege ob die Frau die Suchmaschinen im Internet kennt und ob sie die jemals benutzt hat. Hätte sie dies getan, dann würde sie wissen, dass Journalisten längst nicht alles beherrschen und Online-Redakteure, entgegen ihrer Meinung doch bessere Jobchancen als Speditionskaufleute mit der Fremdsprachenkenntnis Suaheli haben.

 

Wir befürchten, dass ihnen schnell die Luft aus geht und sie die Motivation verlieren.“ – Stimmt, ich bemühe mich ja auch eigenständig um eine Qualifizierungsmöglichkeit um dann nach 3 Wochen die Segel zu streichen und mir als neues Hobby zwanghafte Masturbation an zu eignen.

 

Man gab mir dann die Zusage, dass ich bei schriftlicher Vorlage der Nützlichkeit meines geplanten Vorhabens die Genehmigung erhalten würde, dieses auch durchführen zu dürfen. Darf man dem trauen? Ich bin mir nicht ganz sicher und habe weiter recherchiert, nicht alleine, aber ich war immerhin dabei. Dabei ergab sich dann, dass mein geplantes Vorhaben etwa 15oo Oironen kostet und das Arbeitsamt „seltsamer“ Weise einen ähnlichen Kurs anbietet. Ganztags und mit einer Laufzeit von 6 Monaten, kostet nur etwa das 4 fache, aber wen interessiert das schon? Anscheinend niemanden vom Amt. Grandios meine lieben „Vorgesetzten“! Da will man euch Geld sparen und ihr merkt das nicht mal. Braucht man Abitur oder zumindest gesunden Menschenverstand um beim Arbeitsamt arbeiten zu dürfen? Anscheinend nicht wirklich. Einige Dinge sind schon komisch.

 

Ich für meinen Teil klemme mich da weiter hinter, denn meine Zeit des Trauerns ist vorbei. Ich denke 4 Tage geduckt durch Leben zu gehen, 1 Kiste Bier alleine zu leeren und sämtliche negative Emotionen zu durchleben reicht ja wohl, oder? Ich werde euch da weiter auf dem Laufenden halten. Vielleicht bekomme ich ja doch noch mal die Möglichkeit eine sozialversicherungspflichtige Arbeit auf zu nehmen. Ich lass mich überraschen, aber nicht mehr demütigen oder niederschmettern!

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