Zivilcourage auch an den Urnen

Es sind noch ein paar Tage bis zur Wahl und es ist gerade ein paar Tage her, dass ein Mann das Opfer seiner eigenen Courage geworden ist. Was diese zwei Dinge miteinander zu tun haben? Komm ich später noch zu liebe Leser. Lasst mich euch einmal erzählen, wie der Kuschelpunker überhaupt dazu kommt solch Zeugs von sich zu geben.

Ich bin Heute Abend mal aus meiner kuscheligen Wohnung, ab ins Auto – nicht meins! – und in die Harburger Innenstadt. Heute am frühen Abend ist mir nämlich aufgefallen, dass es mir eindeutig an Bargeld mangelt. Ich setze mich also in Bewegung und wenigen Minuten später parkte ich dann auch direkt vor meiner Bank. Rein, geweint beim Blick auf meinen Kontostand, Geld geholt und dann nix wie raus. Ich sitze noch nicht ganz im Wagen, da höre ich genervte Rufe eines Mädchens. Sie wird von ihrem Begleiter gepiekst, der Finger wird ihr anscheinend umgebogen, so doll, dass ihre Stimme einen weinerlichen Ton bekommt. Der Begleiter lässt von ihr ab und das Mädchen sackt weinend auf den Boden. Da ich leider immer wieder vom Helfer als Opfer gelesen habe und es dunkel gewesen ist – ich den Begleiter nur als großen Mann wahrgenommen hab – bleibe ich erstmal sitzen und beobachte. Der Kerl entfernt sich von dem Mädchen, das immer noch auf dem Boden kauert und schluchzt. Aus sicherer Entfernung schaun sich noch weiter Menschen das Geschehen an. Der Begleiter ist verschwunden. Ich will gerade aussteigen um nach zu sehen wie es dem Mädchen geht, da steht dieselbe auf und stöckelt in die Richtung, in die der Begleiter verschwunden ist. Meine Ampel wird rot und ich muss warten. Ein Blick zu dem Mädchen, sie geht zu Boden. Es ist zu dunkel um genaueres zu erkennen. Es dauert aber nicht lange und 3 Männer, so dicke Bierbäuche können nur Männer haben, sind bei dem, am Boden liegenden Mädchen und kümmern sich um sie. Das Mädchen wird versorgt. Gut, damit kann ich leben. Ich bin mir vor allem aber sicher, dass ich richtig gehandelt habe. Abwarten, Situation einschätzen und gegebenenfalls handeln. Nun, zum Handeln kam es nicht, aber da bin ich auch nicht sehr traurig drum. Man weiß ja nie was einen erwartet, geholfen hätte ich aber wohl doch.

Mut bedeutet es, sowohl das warten und nicht blindlings drauflosstürmen als auch ein tatsächliches Einschreiten. Es ist nicht leicht seine Wut zu unterdrücken und klar zu denken, aber notwendig ist es. Womit wir nun bei meinem zweiten Thema sind – die Wahl. Was hat der letzte Absatz mit der Wahl zu tun? Gaaanz einfach meine Leser. Zivilcourage ist ein Thema, dass jeden von uns etwas angeht. Ich bin der Meinung, dass dies etwas mit den Rechten und Pflichten eines Bürgers zu tun hat. Wir haben die Pflicht uns gegen Missstände zu wehren. Ist es denn verkehrt für einen Liter Milch einen Preis zu zahlen, der dafür sorgt, dass die Bauern wenigstens ihre Kosten decken können? Ist es den schlimm, wenn wir klar sagen, dass wir einen Überwachungsstaat nur bedingt hinnehmen können? Was hingegen spricht gegen stärkere Kontrollen der Banken? Eigentlich nichts, oder? Ich sehe an dieser Stelle davon ab irgendeine Parteienempfehlung aus zu sprechen. Möge doch bitte jeder in sich gehen und mal darüber nachdenken. Ich bin mir ziemlich sicher, dass den Regierungsparteien die Quittung ihres Handelns in die Wohnzimmer flattern wird. Da vertraue ich auch auf euch meine lieben Leser!

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