Selber Schuld!

Es ist nicht einfach ein Mensch zu sein. Wie denn auch? So komplex wie wir ist ja wohl sonst kaum ein Lebewesen, oder kennt ihr Blumen, die ihre eigene Religion gründeten oder dies vorhaben? Ich nicht. Blumen wachsen und gedeihen um dann irgendwann, nach vielleicht vielen Monden zertrampelt oder gefressen zu werden. Blumen verlieben sich nicht, bauen höchstens eine Bindung zum Erdreich auf. Sie beten auch nicht, um sich in schwierigen Situationen Trost zu holen. Sie entstehen, wachsen und sterben – Punkt!

Wir Menschen hingegen zwängen uns auf die Welt damit wir uns dann erstmal , im günstigsten Fall, durch schreien über die Kälte beschweren können. Klasse! Egal welches Geschlecht wir haben, wir wollen wieder wärme und Futter. Ab zum Busen der Natur. Mit dem ersten Atemzug bauen wir eine emotionale Bindung zu unseren Eltern auf. Wir scheinen also instinktiv zu wissen wer uns bei unseren Lebensaufgaben in den ersten Jahren helfen kann. Da jeder Mensch ja verschieden sein sollte, auch wenn einige Länder dies nicht so ganz einsehen mögen, werden Kinder auch auf die verschiedensten Arten erzogen. Die einen werden von ihren Eltern mit religiösem Firlefum genervt, andere werden naturbezogen heranwachsen und wieder andere sollen früh selbstständig werden und kaufen sich dann zum Frühstück einen Döner. Wenns schmeckt!

Dies sind nur einige Beispiele für Erziehungsideen von Eltern. Es gibt dann aber auch noch diejenigen, die meinen ihre Kinder in einem vorgefertigten Raste einbetten zu müssen. – Man werfe hierzu bitte einen Blick in die Regenbogenpresse und schau mal auf die Königshäuser. – Da werden Kinder gezwungen den perfiden elterlichen Trieben gerecht zu werden. Kann einer singen, vielleicht sogar gleich 5, dann wird mit Hilfe der Kinder der Reichtum der Eltern genährt. Eine Kindheit auf den Bühnen dieser Welt. Mit dem gelassenen Ausleben der Jugend hat das für mich nicht mehr wirklich was zu tun. Ich stelle da mal die Frage in den Raum, wie es denn mit der freien Persönlichkeitsentfaltung so aussieht? Da muss man doch gestört und exzentrisch werden, oder?

Michael Jackson ist nun von uns gegangen – für immer! Man mag seine Musik gemocht haben, oder auch nicht, der Verlust eines Menschen ist für die Angehörigen ein herber Verlust. MJ soll krank gewesen sein und Medikamente aus diesem Grund bekommen haben. Die Familie wird sich, ob berechtigt oder nicht, Hoffnungen auf eine Genesung gemacht haben. Ja, sie haben gehofft, vielleicht auch von besseren Zeiten geträumt. „Hoffen“ und „Träumen“, zwei Begriffe, die uns Menschen zu schizophrenen Geschöpfen machen. Legen wir doch gerne Wert auf unsere eigene Meinung, unser eigenes Leben und eine Selbstbestimmung unseres Seins. Warum dann also „Hoffen“ und „Träumen? Geben wir damit nicht unser eigen Schicksal in fremde Hände? Sind wir nicht erst recht sauer und enttäuscht wenn nach all dem Hoffen und Träumen unsere Wünsche nicht erfüllt werden?

Emotionen sind Teil des menschlichen Wesens, da haben wir wohl keine Wahl. Ich möchte aber dennoch behaupten, dass es an uns liegt, ob andere Menschen mit unseren Empfindungen Kasse machen. Mit unseren Ängsten stopfen sich die Politiker die Kasse, mit unseren Hoffnungen die Kirche und mit unseren Selbstzweifeln oft genug die Alkoholindustrie. Ihr seht also, es wird gerne mit unseren Empfindungen gespielt, was mich zu folgender Erkenntnis bringt: Menschen sind nur all zu oft wie Alzheimerpatienten im Puff – Sie werden aufs Kreuz gelegt und wundern sich warum!

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