Lieber einen Taschenrechner als einen Geldjongleur

Ein schöner sonniger Tag im Norden Deutschlands. Doch es bilden sich dunkle Wolken am Firmament. Nicht, dass das UEFA-Pokal Finale ohne Hamburger Beteiligung stattfindet, nein, es geht mal wieder ums liebe Geld. Ihr wisst schon, das Zahlungsmittel von dem wohl die meisten viiiiiel zu wenig haben. Jetzt mal ehrlich, rechnen wir nicht jeden Monat aufs neue aus, was uns nach Finanzamt, Miete, Versicherungen und vielleicht den Raten für Kredite noch bleibt zum Leben? Die fleißigen Rechner unter uns brechen das sicherlich auch noch auf einen Tagessatz runter. Der Zeitpunkt ist gekommen an dem nach einer wüsten Schimpfarie durchaus die ein oder andere Träne fließen könnte.

Wenn ich mir überlege, dass mein Vater bei uns der Alleinverdiener gewesen ist, seine Frau und 2 Kinder satt und angezogen bekommen hat, so ist das Heute wohl doch eher eine Seltenheit. Wer in einer Mietwohnung lebt und 2 Kinder hat, der bekommt schnell seine finanziellen Grenzen aufgezeigt. Es müssen Mann und Frau arbeiten, denn sonst wird’s doch sehr eng am Monatsende. Mit anderen Worten – da ist noch zu viel Monat am Ende vom Geld übrig! Wie wir es drehen und wenden, wir krebsen nur all zu oft an unserem finanziellen Limit. Vernünftig kalkulierende Menschen pflanzen sich nicht ungebremst fort, sie überlegen sich genau was sie wann machen, denn sonst wird der Geschlechtsverkehr schnell ganz schön teuer. Anders soll es sich angeblich bei Menschen verhalten, die am Existenzminimum kratzen. Ungehemmt wird gepoppt was nicht bei drei auf dem Baum ist. Es kursiert der Vorwurf, dass Frauen sich als Gebärmaschinen hingeben, weil sie die zusätzliche Einnahmequelle Kind nutzen möchten. Ich bin jetzt nicht ganz auf dem laufenden, aber ich glaube nicht, dass man pro Kind 500 Oiro bekommt, oder irre ich? Ich bin zufälig stolzer Onkel und bekomme so einiges mit. Ich meine mal gehört zu haben, dass das Kindergeld von 12 bis Mittag reicht und als vernünftige Einnahmequelle überhaupt nicht taugt. Ein anderes Argument für die Kinderflut bei ärmeren Mitbürgern wird dabei leider oft außer acht gelassen. Frau muss nicht zur Arbeit gehen, entgeht der Willkür des Amtes. Ich frage mich jedoch, ob ein Kind nicht mehr Arbeit macht als ein 8 Stunden Tag? Taugt dieses Argument also. Ich denke eher nicht. Doch was weiß ich schon?

Möglicher weise könnte es eine tolle Idee sein, die Milliarden, die für fragwürdige unternehmerische Entscheidungen gedacht sind unters Volk zu streuen. Da sollte noch was übrig sein, denn Schaeffler wird ja wohl nichts bekommen, oder doch? Schnell mal Geld ausgeben um ein anderes Unternehmen zu schlucken und dann hoffen, dass es andere gerade biegen? Als Kind hat man mir beigebracht, dass man für seine Fehler gerade stehen muss. Jeder Mensch macht mal Fehler, aber auch jeder Mensch sollte für dieselben gerade stehen. Ich denke, dass die Familie Schaeffler mehr als 1,50 Oiro auf der hohen Kante hat und nicht am Hungertuch nagt, wenn ihr Privatvermögen angegriffen wird. Zur Zeit der Hanse, gerne auch ein paar Jahrzehnte später, hafteten die Inhaber auch mit ihrem Privatvermögen. Doch was ist daraus geworden? In einer Zeit in der es nur noch um Dividenden, Eigenkapitalrentabilität und Liquiditätskennzahlen geht, eine Zeit in der Managern gerne mal die Identifikation zum Unternehmen fehlt, ja, in dieser Zeit schmeißt man gerne mit Geld um sich, wie seinerzeit Casanova mit Komplimenten.

Als würde uns das Schaefflersche Verhalten nicht schon genug Aufregung bescheren, schwingt jetzt auch Herr Wiedeking die Peitsche der Dreistigkeit. Porsche will VW, VW will Porsche. Ich steig da nicht mehr durch. Porsche hat die Aktienmehrheit an VW, wollte sich zum größten Autobauer Europas machen. VW holt zum Gegenschlag aus und kauft wiederrum Aktien von Porsche, als währe es Brot und Getreide geht nächste Woche aus. Piech und Wiedeking, zwei Machtmenschen auf dem Weg zum Steuerzahlergeld. Großes Kino, oder? Wir probieren mal was und wenn es in die Hose geht, gibt es ja immer noch die Abgaben der eigenen Mitarbeiter, die in Kombination mit den Abgaben des dummen Restvolkes, die eigenen Fehler finanziell korrigieren können. Traumhaft wie hier wieder einmal mit Geld jongliert wird, dass es eigentlich nicht geben dürfte.Vorstände, Aufsichtsräte und Großaktionäre, die durch ihre kurzfristige, auf Dividenden ausgerichtete Firmenpolitik, ein Unternehmen erst in den Ruin treiben, horten genug Geld um Arbeitnehmern auch weiterhin die Möglichkeit zu bieten sich jeden Monat die Finger am Taschenrechner wund zu tippen um sich dann über zu viel Monat am Ende des Geldes zu ärgern!

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