Das Glück der anderen

Ach ja, was hat man doch für einen Spaß im Leben. Der eine freut sich über ein gewonnenes Fußballspiel, der andere über einen gefundenen Euro. Alle haben aber ihren Spaß. Die Menschen lachen auf der Arbeit, gehen nach hause und schimpfen ihre Kinder wegen schlechter Noten aus. Irgendwie schaffen sie es aber mit einem Lächeln durch ihre Welt zu gehen. Wer will es ihnen verübeln?

Wer regt sich schon noch über Globalisierung und eine schnelllebigere Welt auf? In wenigen Stunden können wir an einem anderen Ort der Welt sein, einem Ort, den wir vor Jahrzehnten erst nach Tagen erreicht hätten. Ist es nicht wundervoll wie schnell sich alles verbreitet? Doch wen mag es noch interessieren? Die Titelseiten in 2 großen Hamburger Zeitungen erzählten uns nur von Müntes neuer laufenden Samenbank. Wo ist des die Paranoia der Schweinegrippe/Mexikogrippe geblieben? Ist die abbestellt? Gegenmittel schon gefunden? Was ist auch den großen Schlagzeilen über HIV geworden? Sterben jetzt so viel weniger Menschen daran als vor 2 Jahren? Der Welthunger nach neuen Schlagzeilen ist ein tolles Beispiel für die Sensationslust in uns allen. Doch wen von uns stört das? Mich nicht, werde ich doch so immer auf dem Laufenden gehalten. Wie könnte ich auch weiterleben ohne zu wissen welche Biene an Müntes Honig nascht?

Horrormeldungen verkaufen sich gut. Doch als mutige Urlauber vor Afrika in Eigenregie mit Liegestühlen Piraten vertrieben war das die letzte Seite wert. Mutige Menschen kommen wohl nur dann auf die Titelseite, wenn sie berühmt sind, sich einer alten Schabracke hingeben oder Politiker sind und sich mal wieder was tolles neues ausgedacht haben. Ich verweise da gerne auf Frau v.d. Leyen, die, durch ihren Strippenzieher Schäuble, mal spontan auf die Idee kam Kinderpornographie als Möglichkeit zu sehen eine Internetzensur an zu leiern. Was Schäuble mit seinen Terrorismusausführungen nicht schaffte soll jetzt die Gebärministerin schaffen. Finde ich aber auch richtig. Kann ja nicht sein, dass hier jeder frei und in Eigenverantwortung – ihr wisst schon, dass was wir alle an den Tag legen sollen – seine Meinung kund tun kann. Einzelne Pornowebseiten aus dem Netz zu nehmen ist wohl zu einfach, oder zu doof. Sinnvoller ist es da wohl einfach mal eine Sperre ein zu richten, die jeder Halbprofi umgehen kann. Kann ich nach voll ziehen. Würde ich auch so machen. Ist ja auch sehr Medienwirksam, so kurz vor einer anstehenden Wahl. Da zeigen wir den Familien mit Kindern mal, dass wir was für die Sicherheit der Zöglinge tun. Eine Suche nach den Übeltätern währe ja auch zu kostspielig und somit nicht vor dem Wähler vertretbar.

Ja ja, so haben wir alle unseren Spaß an der Welt und ich besonders. Ich freu mich wenn ich anderen zu ihrem Glück verhelfen kann. Wem nützt es auch, wenn ich glücklich bin. Sinnvoller ist es doch wenn ich traurig durch die Welt laufe, eine Verzweiflungstat begehe, in den Knast komme und so den Wärtern und Gesetzgebern noch ein gutes Gefühl beschehre. Da muss ich jetzt einfach mal uneigennützig sein, findet ihr nicht?

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3 Responses to Das Glück der anderen

  1. Guter Beitrag!

    Falls dich interessiert, wie „ZensUrsula“ vdL und WM Guttenberg durch Einsatz einer „alten Bekannten“, nämlich „Julia von Weiler“, Lobbyismus betreiben, googel einfach mal diese und ihr Netzwerk „Innocence in Danger“. Oder schau in meinem neuen Blog vorbei:
    http://computerversteher.wordpress.com/2009/05/06/lobbyismus-durch-innocence-in-danger/

    Kommentare und Verbesserungsvorschläge sind willkommen 🙂

    Sonniges Rest-WE vom ebenfalls Punkrock hörenden Computerversteher

  2. kuschelpunker says:

    willkommen auf meinem blog!

    ich werde mir das sicherlich mal antun.

  3. Der Jojo says:

    Wirklich sehr guter Beitrag

    was bei uns so alles läuft nur damit man ein reines „Gewissen“ hat das ist einfach unglaublich
    Viel Trara um nichts hauptsache die Stimmen der Wähler auf seiner Seite

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