Einmal wie Paris sein

Es waren schöne Tage in good old Hamburg. Die Sonne küsste diese Stadt seeehr lange und ausführlich. Die ersten mopeligen Mädels versuchten schon wieder sich in Oberteile der Größe S zu zwängen. Einigen gelang es, eine Presswurst währe neidisch gewesen. Währe dies nicht schon genug, scheinen Trendreste aus dem letzten Jahr auch einige überlebt zu haben. Brillen. Nicht irgendwelche, ich meine keine normalen. Ich meine tolle Sonnenbrillen. Brillen, die die Träger wie Puck die Scheißhausfliege aussehen lassen. Was Miss Hilton trägt ist trendy, schließlich ist die Dame ja das It-Girl schlecht hin. „It-Gril“? Ein „Es-Girl“? Ich bin verwirrt. Was macht Menschen zu so etwas? Warum müssen andere solchen Menschen nacheifern? Ist es das Bedürfnis sich Helden zu suchen, einem Vorbild in seinem Leben einen Platz zu zu weisen?

Paris Hilton ist ja, entgegen langläufiger Meinungen, nicht die Dümmste. Wie sonst ist es zu erklären, dass dies kleine möchtegern Starlet längst nicht mehr auf das Vermögen ihres Vaters angewiesen ist. Mit ihrer Prosecco-Sucht verdient die Kleine sogar noch Geld durch Werbung. Nun gut, singen kann die Gute nicht, dennoch wird es bestimmt genug Bekloppte auf der Welt geben, die sich die Single oder das Album kauften. Prosecco trinken, Musik machen….da ist eine weitere Leidenschaft selbstverständlich. Party feiern! Die Hilton braucht sich keine Sorgen machen, denn für viele Feten wird die Kleine sogar noch bezahlt, als könnte sie ihren Prosecco nicht selber bezahlen. Ist es da ein Wunder, dass viele kleine Gören ihr nacheifern wollen?

Für mich ist Fräulein Hilton ein gutes Beispiel dafür, dass Geld nicht die beste Erziehungsmethode ist. Ich frage mich wie Herr Hilton das denkt. Jetzt mal ehrlich….wer glaubt denn noch, dass die Hilton in ihrer Welt etwas von der Wirklichkeit mitbekommt? Ich glaub das sicherlich nicht. Sie währe auch eine Kandidatin, die über einen Besuch in Guantanamo sagt, dass sie es amüsant fände. Nicht nur Miss World , Paris ist von diesem Titel in meinen Augen Lichtjahre entfernt, ist zu solchen Aussagen fähig. Doch die kleinen Mädels auf der Straße tragen weiter die überdimensionierten Brillen, zwängen sich in zu enge Oberteile und träumen sich in Paris´ ferne Welt. Da ist ja alles einfach, Geld macht es einfach – doch wenn die Wirtschaftskrise kommt und ihre Eltern das lebenswichtige Einkommen verlieren, verstehen sie nicht warum und schimpfen stumpf mit. Einfach bleibt einfach, alles andere würde ja die Traumwelt zerstören, in die man sich auch ohne Drogen flüchten kann.

Ich bin mal gespannt was mir diesen Sommer an tollen Modeeinfällen noch so über den Weg läuft. Wie ein Verkehrsunfall eben…es ist schrecklich, aber hinsehen muss man doch! Vielleicht sollte ich wieder öfter die ganzen Boulevardmagazine im TV schaun, vielleicht verstehe ich dann etwas mehr von dieser Kultur, von dem Trendy sein und von dem sorgenfreieren Leben. Kann ja auch sein, dass ich vieles zu kompliziert sehe oder zu quer denke. Es ist wohl für ein entspanntes Leben nicht förderlich wenn man Fragen stellt. Einfach mal stumpf die Klappe halten und bloß keine Nachrichten sehen!

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