Was für eine Woche

Der Kuschelpunker hatte viel zu tun und daher nicht die Lust sich in seiner Freizeit auch noch mit schreiben zu beschäftigen. Womit ich mich aber ein wenig beschäftigen konnte was das Entspannen. Ein wenig lesen, ein wenig fernsehen und sich nebenbei noch von Schwiegermutti und der eigenen Mutti mit leckerem Essen verwöhnen lassen. Kann man gut mit umgehen, oder?

Ich las also neulich in der Zeitung, es muss Freitag gewesen sein. Großer Artikel in der Morgenpost, die Bild muss ich mir ja nicht unbedingt geben. Das Schanzenviertel, ein sehr schöner Stadtteil von Hamburg, stand im Mittelpunkt der Schreiberei.

Kurze Info zu diesem Stadtteil:

Das Schanzenviertel ist bekannt für seine alternative Lebensweise. Bunte Haare, keine Haare und versteckte Haare. Eine Vielzahl an Nationen ist vertreten, es gibt dort den wohl besten Döner in Hamburg und das obwohl die Vegetarierquote dort bestimmt weit über dem Durchschnitt liegen mag.

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Das Schanzenviertel hat das gleiche Problem bekommen wie der Stadtteil Kreuzberg in Berlin. Die Wohngegend wurde modern, ist angesagt. Wohnungen werden renoviert und die Mieten hoch geschraubt. Bestehende Mietverträge werden gerne aber auch einfach nicht verlängert. Folge: Viele Anwohner müssen das Viertel verlassen, viele Lokalitäten müssen schließen und moderne Klamottenläden, es stand geschrieben H&M suche dort schon nach einem geeigneten Objekt um sich dort nieder zu lassen. McBlöd is auch schon fleißig am baun und die Mieten steigen weiter. Hipp, sehr mondäne Menschen suchen die Nähe des Viertels. Schade nur, dass sie nicht mitbekommen, dass sie mit jeder hohen Mietzahlung den Hausbesitzern die Rechtfertigung für die Mietpreistreiberei geben. Der Grund des Umziehens, die Nähe zur alternativen Lebenskultur wird dann verschwinden. Geld regiert die Welt, damit muss auch das, sonst eher antikapitalistische Schanzenviertel leben müssen. Ich bin sehr traurig, aber verhindern kann ich das auch nicht. Vielleicht nicht unbedingt dort einen Burger essen oder mir ein Shirt kaufen, obwohl ich das eh nicht tun würde.

Ach ja, da war ja auch noch das TV-Highlight am Donnerstag Abend. Die möchtegern Models von Tante Heidi. Ich konnte es mir mal wieder antun. Wohl eher nebenbei ansehn. Klasse Nummer mit dem Nachtshooting im künstlichen Regen, viel Haut bei soooo viel Kälte. Wer erfolgreich sein will muss eben leiden. Schön auch das Schokoladencasting. Sportlich soll sie sein, Ausstrahlung soll sie haben und nebenbei noch Schokolade eseen können. Welch Herausforderung. Die ein oder andere sah aber wirklich süß aus, gierig wahren sie aber alle. Lecker Schoki…yam yam! Models bekommen also nicht viel Essen am Tag, da muss man sich halt beim Casting den Wampst vollhaun. Versteh ich schon.

Mit dem neuen Gesicht auf der Schokoladenpackung einer bekannten Marke kann ich gut leben. Die is hübsch und nicht all zu dumm. Wen interessierts aber, auf so ner Verpackung sprechen die ja eh nicht. Besser so bei vielen. Das 16 jährige Mädel scheint auf der Baumschule zu sein. Hauptfächer klettern und piepsen, oder so. Ich glaub ein schimmelndes Toast hat mehr Grips als die Kleine. Ich muss ja aber nicht mit ihr zusammensein, besser is auch. Man soll sich nicht beschweren, ich weiß ja auch nicht auf alles eine Antwort. Was eine Muse ist krieg ich gerade noch hin.

Vielleicht hält mich ja auch einer für total blöd, aber ich muss mich ja auch nicht ins öffentliche Licht rücken und mein Nichtwissen so zur schau stellen.

Und da war dann ja noch das übliche Vorgeplänkel vor einem der „G“- Veranstaltungen. Diesmal ist es ein G-20! Die ersten Demos sind organisiert und der Trachtenverein Grün-Weiß ist ungewollt mit eingeladen worden. Viele Menschen, ein Gedanke – zünden wir die Diskussionskerzen an und zeigen denen da oben mal was wir von ihnen halten. Nette Idee, ändern wird sich aber auch nicht sooo viel. Die Damen und Herren treffen sich um die Finanzkrise tot zu reden und sich näher zu kommen. Entschieden wird natürlich nicht wirklich was. Sieht man mal von der Wahl des Nachtisches ab. Der Grundgedanke ist aber dennoch lobenswert. Vergessen wir nicht das nach der Wahl immer vor der Wahl ist! Bemerkenswert wie selbst bei Klimagipfeln immer noch artig der Jet genommen wird. Bei diesem Treffen werden die hohen Damen und Herren zumindest Arbeitsplätze sichern und erneut unser Geld verpulvern. Daran sind wir ja aber schon gewöhnt. Die HRE verlangt schon wieder neue Milliarden und ich bin gespannt welcher Staat uns auch wieder anbettelt. Tschechien? Neeeee, die sind so pleite, die würden glatt unser Bruttosozialprodukt verschlingen wenn sie könnten.

Eine merkwürdige Woche, aber was will man schon machen? Die Modelsaison wird bald vorbei sein, das Schanzenviertel werde ich auch nicht retten können und das der Staat weiter unser Steuergeld verpulvern kann, werden die sich nicht verbieten lassen.

Bei genaueren Informationswünschen wendet euch bitte an das Reizzentrum!

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