Einzug ins Dschungelcamp – Auszug meiner Libido

Meine lieben wenigen Leser!

Ich mag euch, nein wirklich jetzt. Ich mag euch! Ich habe Respekt vor Menschen die sich mein Geschreibsel antun. Es muss für euch mit Sicherheit manchmal ein Qual sein wenn ich von den Poppstars oder meinen – manchmal doch sehr merkwürdigen – Hartz IV Erlebnissen schreibe. Dennoch tun sich einige von euch das ja in regelmäßigen Abständen an. Warum ich solch Lobeshymne schreibe? Es soll euch milde stimmen auf das was gleich folgen wird. Ich möchte dazu sagen, dass ich dazu quasi gezwungen wurde. Es viel mir nicht leicht. Ich schreibe erst jetzt darüber, weil ich erstmal wieder zu Kräften kommen musste.

Ich habe gestern TV geschaut. Ja, ich weiß das ich öfter mal ein Buch lesen sollte anstatt mir das „Hirn-aufweich-Programm“ immer wieder an zu tun. Ein Makel an mir, ich geb es gerne zu. Gestern war nicht Donnerstag, gestern tat ich mir das Freitagabendprogramm an. RTL. „Wer unterhält sich mit Jauch, weil der sonst keinen zum reden hat?“ hab ich geflissentlich verpasst. Otto Walkes mit seinen Sprüchen aus den 70ern konnte man sich noch antun. Ich habs jedenfalls überstanden. 22.15 Uhr. Es war soweit. Eine neue Staffel des Dschungelcamps hatte begonnen. Ich wechsel jetzt mal von der Vergangenheitsform in die Gegenwartsschreibweise um euch mein Leid stärker zu verdeutlichen.

22.15 Uhr. Dirk B., der kleine laufende schwule Bumsstengel mit einem Anzug, der einer 70er Jahre Tapete gleicht – obwohl ich finde, dass die Tapeten in der Zeit doch etwas geschmackvoller gewesen sind! – begrüsst die „Wir haben unser Hirn nur damit der Kopf nicht wie ein Wackeldackel immer hin und her schwingt“ – Gemeinde. Seine Moderationspartnerin, ebenfalls in Pink, versucht schon zu Beginn der Sendung das „Wir werfen uns mal die Bälle zu“ – Moderationsspielchen. Mein Weinglas ist schneller alle als ich den Namen der Sendung buchstabieren kann. Meine Liebste ist mit mir einer Meinung, die Libido hat sich grad auf nimmer wiedersehen verabschiedet.

Die Kandidaten werden vorgestellt. Giulia Siegel ist das erste das sich vorstellen darf. Mit feuchten Augen muss sie der Fernsehgemeinde auch erstmal brüh warm erzählen, dass sie einen Blumenstrauß von Papa bekommen hat. Erwähnenswert, besonders weil sie sich ja auch nur für 2 Wochen von Vati verabschiedete. 2 Wochen sind halt lange. Wie übersteht die Lady den Rest ihres Lebens?

Es folgte Nobert Irgendwer. Keine Ahnung wie sein Nachname ist. Ich bin immer noch fasziniert von dem grauen Kleidchen der Siegel. Hab aber noch mitbekommen, dass der Kerl wohl Eistänzer oder so was gewesen ist. Nun gut, da verdient man nicht so viel Geld, da kann ich den Einzug ins Camp schon verstehen. Ich denke immer noch an das graue Nichts von Giulia. Meine Libido steigt wieder. Carrie muss passen. Heterofrau eben, der schwule Eisläufer trägt nicht zu ihrer Erbauung bei. Schade!

Ingrid von Bergen. Keine Ahnung wer das ist? Ich auch nicht, bis ich das Gesicht gesehen habe und feststellen muss, dass ich diese Schauspielerin schon in Filmen gesehen habe, die ich – definitiv nicht freiwillig – mit meiner Mutter mal sah. Die alte Dame hat natürlich auch was zu sagen. Unmissverständlich macht sie mir klar, dass jeder seinen Platz in einer Gruppe kennen muss und sich bitte auch danach zu verhalten habe. Ich bin schockiert und überlege ob ich nicht gleich Männchen machen sollte. Meine Libido is wieder bei null! Erwähnenswert aber noch, dass sie uns im Interview mitteilt, dass sie belastbar ist. Nun gut, das wollte ich dann doch eher von Giulia wissen, aber was solls. Ich habe mich wieder beruhigt.

Michael Mazani. Fragt mich nicht wo der überall mitgespielt hat, aber meine liebste überlegt grad wo sie mit ihm spielen kann. Definitiv der Quotenschönling, denke ich mir so und stelle gleich darauf fest, dass der Kerl mir doch ähnlich ist. Er braucht seinen Schlaf. Giulia merke, nächtliches Tasten mit der entsprechenden Wirkung könnte der Mann gar nicht witzig finden. Finger Weg! – Wird sich da bestimmt auch so manche Bekloppte vor dem TV gedacht haben. Mich schüttelts, aber die Hände meiner Freundin signalisieren mir, dass ihre Libido gerade im Begriff ist sich aus der Versenkung wieder hervor zu tun.

Und dann kommt sie! Gundis Zambo! Mit dem Hintergrundlied „Hamma“ steigt sie aus der Limo. Unmissverständlich macht sie uns durch ihr Outfit klar, dass sie eigentlich an der Seite von Dirk B. stehen sollte und bestimmt auch wollte. Mich schüttelts ob ihrer pinkfarbenen Körperhülle. Doch mein Favourit kommt ja erst noch. Wer ist eigentlich Roberto Blanco? Hier kommt der „echte Germane“, hier kommt Günther Kaufmann. Ich hab ihn jetzt schon irgendwie lieb gewonnen, denn uns verbindet eine Leidenschaft. ESSEN! Der Kuschelbär des Camps hat Angst zu verhungern und freut sich insgeheim schon auf die Enge des Camps. Giulia, da geht was!!!!

Christina „Mausi“ Lugner macht das ganze noch ein wenig international. So eine Scheidung bringt ja nicht immer den erhofften Geldregen, oder irre ich?

Als nächstes darf dann „Mister Lover Lover“ – Peter Bond ins Rampenlicht. Wer ihn sieht braucht eigentlich keine Informationen über seine Luxusartikel. Überflüssig zu erwähnen, dass Haargel an keinem Tag des Jahres fehlen darf! Seine Lebensgefährtin wirds freuen, ganz im Gegensatz zu seiner Interviewaussage. Peter Bond hat nichts gegen ein kleines Tächtelmächtel im Camp. Fremdgehen scheint für den ehemaligen Glücksradmodertator wohl der Zeitvertreib im Camp zu werden. Man darf gespannt sein!

Nach Michael Meziani kommt nun der zweite Mann für das geschulte Frauenauge. Ein Model mit Namen Nico Schwanz. Wenn der Steherqualitäten hat kann der Name durchaus Programm sein. Die Hände meiner liebsten verraten mir, dass ihre Libido einen guten Satz nach oben gemacht hat. Ok, nehm ich mit!

Lorenzo…ääääähhhh….Lorielle London betritt als letztes die Showbühne. Ich bin nicht der einzige, der sich fragen wird ob man den männlichen oder weiblichen Artikel beim Fingerzeig anwendet. Auch hier wieder eine passende Hintergrundmusik. „That´s not my name“ – passt irgendwie. Als er/sie/es mal kurz erläutert was an ihm/ihr gemacht wurde frage ich mich, ob er sich nicht viel Luft sparen könnte wenn er einfach das Gegenteil verlauten lässt. Ich denke wenn man sagt, dass die Zehennägel nur von ihm/ihr gemacht werden und wurden dann ist das für den Betrachter leichter zu merken, oder? Michael bekommt dann aber auch beim Umziehen gleich mal das geballte Können des Chirurgen ins Gesicht gedrückt.

Je länger die Sendung dauert um so weniger Lust verspürt das zuschauende Pärchen. Verständlich oder?

Um 5 Uhr in der Frühe ist antreten angesagt. 2 Uniformierte sorgen für den nötigen Druck. Da hilft auch kein verstecken hinter der Tür, oder der klägliche Versuch von Günther K. Durch einen knappen Schlüpfer die Eindringlinge ab zu schrecken. An dieser Stelle mein Mitgefühl für den Uniformierten!

Frühstück dann geht’s zu den Helikoptern. Vor dem Abflug aber schnell noch filzen. Schmuggelware gibt’s es nicht grad wenig, Lorielles Dödel ist da noch das Bemerkenswerteste. Croissants sind dann doch nicht so spektakulär, oder? Giulia macht kurzen Prozess und raucht ihre Schmuggelware schnell noch auf. Ach, währe diese Kippe doch nur 4 Meter lang!

Angekommen im Dschungel gibt es schon die erste Verletzung, aber zum Glück sind ja so viele Leute in dem mitreisenden Tross, dass sich schnell ein Arzt findet und helfend zur Tat schreiten kann. Unseren Promis darf ja nichts passieren. Ein böser Schelm wer sich dies wünscht. ….höhö….Ich natürlich nicht, könnte ich doch nie auf solche illustren, über aus wichtigen Y-Promis verzichten. Niemals, ich doch nicht!!!!!

Abschließend ist noch an zu merken, dass es wie immer eine Prüfung gab um an Essen zu kommen und man durchaus eine gute Schwimmerin sein kann, obwohl man Angst vor Wasser hat! ( laut G. Siegel )

P.S.: Dank an alle, die mich dazu gezwungen haben meine Libido zu traktieren und mein Hirn einer erneuten Aufweichattake aus zu setzen! Habe ja auch sonst keine Hobbies. „GRUMMEL“

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11 Responses to Einzug ins Dschungelcamp – Auszug meiner Libido

  1. atomality says:

    Ich fühle mich ganz leicht schuldig. Und zwar deshalb, weil ich meine Schadenfreude nicht verhehlen kann. Muhahaha.
    Aber mal ehrlich, war das nicht ein wunderbarer Fernsehabend… (hihihi)…

  2. kuschelpunker says:

    schadenfreude? na super. mit dir trink ich nochmal ein bier fräulein. grrrrrr

  3. atomality says:

    Öh, wann hast Du EIN Bier mit mir getrunken? Kann ich mich nicht entsinnen. 😛

  4. kuschelpunker says:

    😀 stimmt auch wieder

  5. Reizzentrum says:

    Ihr habt doch beide was am Kopp! 😉

  6. kuschelpunker says:

    das kannste so jetzt aber auch nicht sagen

  7. Reizzentrum says:

    Doch, ich kann und tue es. Eine andere – nicht uninteressante – Frage ist, ob ich dies beurteilen kann 🙂

  8. kuschelpunker says:

    kannste nicht – besser – darfste nicht. so! 😀

  9. Pingback: The next Spaß mit The next Uri Geller « atomality

  10. thearcadier says:

    Hey, bin nach sehr langer Zeit mal wieder hier und klick mich durch. Danke für diesen sehr präzisen Artikel. Ich hätts nicht ertragen können…

  11. kuschelpunker says:

    @ thearcader
    dafür kann ich schmerzensgeld verlangen, das kannste mir gerne glauben. ich leide immer noch unter den spätfolgen „zuck“

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