“ooooooooooohhhhhhhh……guck mal!” Teil II

Ihr seid ja echte Helden! Hatte ich euch nicht gebeten mir Ausreden für den Weihnachtsmarkt zu schreiben? Nu is zu spät. Ich durfte am Samstag nicht nur Plätzchen backen, wobei ich nen tollen Auftrag hatte. Ich durfte mit dummen Sprüchen glänzen. Meine Freundin hat sich amüsiert, bestimmt genauso wie ich beim Plätzchenessen als dieselben dampfend aus dem Ofen kamen. Nachdem ich die Leckereien also haufenweise in mich rein geschaufelt habe gings los.

Der Kuschelpunker macht sich mit 2 Damen, die Schwester meiner Freundin hat tatkräftig beim garnieren der Plätzchen geholfen, auf den Weg zum Weihnachtsmarkt. Unvorbereitet, aber was will man machen? Ein wenig Nieselregen, grauer Himmel. Sogar der Himmel weint. Von weitem wird das Glühbirnenmeer erkannt. „oooooooooooooohhhhh…..guck mal!“ – Oh mein Gott. Es ist gesichtet worden, keine Chance die Computerabteilung einer großen Handelskette als Weihnachtsmarkt zu verkaufen. Mist!!!!

Wir kommen dem Markt also näher und die einzelnen strahlenden Glühbirnen verschwimmen zu einem einzigen kettenartigen etwas. Viiiiieeeele Menschen sind unterwegs. Die Sportschau hat begonnen und hier laufen noch so viele Kerle rum? Mir dämmerts. Kann nur mit Hypnose zu tun haben, oder mit Sexentzug oder so was in der Art. Hätte mir das bei einer Verweigerung auch geblüht? Wir reihen uns in die Menschenmassen ein. Es wird kuschelig, entgegen meinem Namen, ist das nicht unbedingt meine Lieblingssituation in der Öffentlichkeit. Was sieht man als erstes? – Richtig, ein Glühweinstand. Entgegen meiner Vermutung tummeln sich dort auch Kerle. Frauentaktik: Ich mach ihn betrunken, dann is er heute erträglich.

Wir bleiben nicht hängen. Glück gehabt. Hippies verkaufen geklöppeltes, Fussballvereine ihre überteuerten Trikots und Schals, zu guter letzt kommt dann aber doch wieder ein Fressstand, gefolgt von einem „warmen Wein-Tempel“.

Meine lieben Leute, ich kann einfach nicht müde werden von diesem Jahresentzeitmarkt zu schreiben.

Der Abend war damit aber noch nicht zu ende. Man hätte wunderbar einen kleinen Rundgang machen können, aber nöööööööööö!!!!!!!!!!!!! Es gibt in der Nähe ja noch einige Läden zum stöbern und einkaufen. Ich werd bekloppt. Es nimmt kein Ende. Wir sind aber auch nicht die einzigen, obwohl ich hier der einzige Mensch bin, der ohne größere Probleme im stehen pinkeln kann. Ich komme mir allein vor, verlassen und im Stich gelassen. Kein Zusammenhalt mehr unter uns Kerlen. Wo sind die Freunde wenn man sie braucht?

Aus den Läden raus gehen wir wieder zum Markt. Direkt am Kopf ein gut besuchter Glühweinstand – die scheinen sich auf solchen Märkten zu paaren oder so, die werden ja immer mehr – die Gäste alle fröhlich und gut angesäuselt. Einige Männer werden sich wünschen ihre Frau währe im Bett auch mal so laut, nicht unbedingt so witzig, aber so laut währe nett! Meine 2 Begleiterinnen stapfen schnur stracks zum anliegenden Kaufhaus. Hat das denn immer noch kein Ende? Wieder ein Trödelladen, wieder liegende „süße Engelchen“ und allerlei Schnickschnack. Frauen werden aber auch nie müde wenn es um so was geht. Erstaunlich. Da werden die letzten Kraftreserven aufgebraucht. Frau kann kaum noch gehen, aber in den nächsten Trödel- oder Schuhladen schafft sie es immer. Das Gejammer und die Schmerzen auf dem Nachhauseweg stören höchstens den Mann. Frau ist ja befriedigt vom Shoppen.

Nun ja, um es kurz auf den Punkt zu bringen: Meine Freundin hat mich mit selbstgebackenen Plätzchen zu sich und mit einem leckeren Fleischgericht zum Weihnachtsmarkt und zurück gelockt. Ein Teufelsweib!

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