Bundeshaushalt oder – Mama Merkels schützende Hände

Diese Woche ist es soweit. Es wird über den Bundeshaushalt dieses Landes entschieden. Mit anderen Worten es wird darüber entschieden in wie weit die Banken unsere Steuergelder verpulvern dürfen, der kleine Mann weiterhin auf den Kopf gestellt werden kann und das wenige Kleingeld auf den Boden fällt. Ich sehe unseren Finanzminister schon vor meinem Kopf nach meinen letzten Münzen suchen. Hoffentlich halten das seinen Knie aus, nicht das ich für die auch noch zahlen muss. Würd ich aber natürlich machen. Soviel Sozialbewusstsein hab ich dann doch noch. Er ist ja auch nur ein Mensch, kein angenehmer, aber ein Mensch.

Die letzten Jahre liefen ja recht gut für unsere Finanzminister. Stetiges Wirtschaftswachstum, die Bürger hatten noch einen Funken Hoffnung, der sie davon abhielt mit Mistgabeln und Fakeln in Berlin ein zu marschieren… und trotzdem gab es immer wieder Neuverschuldung. Ich stelle mir das grad mal im Kleinen vor.

Selbst bei einem regelmäßigen Einkommen kann man in der Regel nicht unendlich viel Kredit aufnehmen. Irgendwann is das Maß einfach voll. Die Banken sagen einfach mal: NÖÖÖÖ! – etwas höflicher, die Aussage ist dennoch die selbe.

Unseren Machthabern is das aber total egal. Wenn ich nicht irre, dann gibt es Vorgaben von der EU – unter anderem von der BRD mit initiiert – in denen geschrieben steht, dass ein Land nur einen bestimmten Prozentsatz an Neuverschuldung haben darf. Haben wir natürlich, wen wird das noch überraschen, schon mehr als einmal überschritten. Passiert, da darf man jetzt einfach mal nicht so genau hinschaun. Es ist ja auch schwierig all die ganzen Zahlen, Bilanzen und so im Überblick zu haben. Da muss man Verständnis für haben. Nur weil der eine Minister einen Arbeitsauftrag hat und dafür fürstlich entlohnt wird schützt da ja nicht vor Überforderung. Kann ja jeder mal haben. Er hat ja noch ein bisschen Zeit sich an sein Aufgabengebiet zu gewöhnen. Mama Merkel is da auch sehr geduldig. Der Mann hat Glück. Die Merkel richtet das schon.

Unter anderem macht sie das auch mit der Geldvergabe. Fleißig schreibt sie Schecks aus. Diesmal nicht für irgendeine Bank, einem angeschlagenen Autokonzern oder der allgemeinen Wirtschaft. Diesmal geht es um Fixkosten und zukünftige Projekte in den einzelnen Bundesressourcen. Da wird dann geplant wie viel Geld in so wichtige Dinge wie die Bundeswehr, der Sicherheit für gaaaanz wichtige „Gipfeltreffen“, Herr Westerwelle bezeichnet sie auch gern als „Mulswurfshügeltreffen“, weil da eh nicht viel bei rum kommt. So Unrecht hat der Mann ja gar nicht. Meine Befürchtung ist, dass man einen neuen Begriff für „Kaffekränzchen“ gefunden hat. Toll wie auch die Opposition sich am Reden schwingen beteiligt. Reden. Ja, dass können die Herren im Bundestag. Die müssen einen sehr hohen Wasserverbrauch haben, soviel wie die reden. Macht ja auch nichts, wenn man im gleichen Atemzug auch mal von Schuldenerlass der armen Länder sprechen kann, es ihnen aber nicht viel nützt, denn davon bekommt man auch kein reines Trinkwasser. Was soll´s, die werden schon wissen was sie tun. Gesunder Menschenverstand ist wohl nicht gleichmäßig verteilt worden. Nu isses zu spät!

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