Vom Traum zur Realität – Frauen wollen böse Männer

Ich bin ja manchmal sprachlos. Kommt nicht oft vor, aber muss ja auch mal sein. Ich schaute gestern noch ein wenig TV. Nun gut, dass TV nicht immer der Realität entspricht ist mir auch klar. Dennoch gab es eine nette Szene in einem Film, die mich zum Nachdenken brachte.

 

Der Film handelte von einem Mann, der ein neues Leben, eines nach seiner Mafiazeit begonnen hatte. Soll ja vorkommen, nicht schön, aber selten. Seine Vergangenheit holt ihn wieder ein. Die Frau kapiert das von Minute zu Minute mehr. Sie ist wütend, will vor ihrem Mann die Treppe hinauf flüchten. Er hält sie fest, bekommt sogar ihre Füsse ins Gesicht. Ein kleiner Kampf. Schließlich gibt sie nach und lässt sich von ihm ficken. Ich formuliere das so drastisch, weil andere Worte einfach nicht greifen und begreiflich machen würden. Die beiden ficken also auf der Treppe. Was mich zu folgender Frage veranlasst hat: Lieben Frauen das animalische, das gefährliche am Mann? Brauch Frau ab und zu wilden, hemmungslosen, manchmal auch perversen Sex?

 

Ich bin nun keine Frau, würde also eher zu der Spezies gehören, die animalisch und gefährlich sein sollte um dem Weibchen diesen Wunsch zu erfüllen. Ob ich mir das vorstellen kann? Na klar. Wer von uns Kerlen hat nicht schon einmal davon geträumt eine Frau, einfach so wie sie gerade zur Tür hereinkommt, wild und leidenschaftlich zu nehmen? Keine Fummelei, die Frau gerne als Vorspiel bezeichnen möchte, Männer eher als Lustbremse bezeichnen – es sei denn sie sind die Nutznießer – und kein langer Weg ins Schlafzimmer. Einfach mal so auf dem Flur im stehen, gerne auch schnell mal im Wohnzimmer über den Sessel gelegt, Hose runter und ab geht die wilde Fahrt. Mögen Frauen so etwas? Brauchen sie es vielleicht sogar, weil sie sich danach sehnen, dass ihr Mann die 08/15 Nummer am Mittwochabend auch mal in eine Spontannummer am Sonntagmittag verwandelt? Hängt es vielleicht mit dem alter der Frau zusammen? – Jedem von uns ist ja wohl klar, dass die eigene Frau nie älter als 25 wird – Sind es die geheimen Träume der Verlassenen, oder ist eine Beziehung dafür prädestiniert solche Gedanken zu haben? Wild und gefährlich darf Er schon sein. Ein bisschen verrückt, aber bitte nicht zu sehr und Humor sollte er selbstverständlich auch haben. Hallo? Ihr Frauen müsst euch schon noch ein wenig gedulden bis der Männerbaukasten von Lego auf den Markt kommt. In der Jugend sollen wir euch sinnlich verführen, denn ihr habt noch nicht so viel Erfahrung und wollt die Sache langsam angehen. Je älter Frau aber wird um so komischer wird die Angelegenheit. Mann lernt Frau kennen. Mann weiß was er will, Frau weiß auch was sie will. Mann hat aber keinen blassen Schimmer wie Frau es will. Steht sie immer noch auf den „kleine Mädchen Blümchensex“ oder ist sie aufgestiegen in die Liga der „Ich bin keine 16 mehr also machs mir überall und bitte schön schmutzig“- Frauen?

 

Es gibt viele heranwachsende Frauen, die die gerade erst raus gefunden haben wie sehr Mann doch auf Intimrasur bei ihr steht und welche Vorteile es hat nicht nur einen Eingang südlich des Hirns zu haben, die den glatten, stets rasierten und angepassten Mann bevorzugen. Klasse. Warum aber ist dann ein unrasierter Herr Clooney oder Herr Pitt in so vielen Träumen der Frauen zu finden und warum sind die dann die Bösen? Braucht Frau diese Ablenkung von ihrem Alltag? Braucht sie sie gar zur Ablenkung von ihrem langweiligen „Licht aus, Hände an die Frau und dann spielen wir Missionar“ –  Sexleben? Müssen Männer also am Tag brav und angepasst sein, speziell an den Werktagen, um dann am Wochenende der Frau ihren Sextraum zu erfüllen und einmal keine Rücksicht auf ihre Gefühle und ihr normales Empfinden nehmen? Frauen denken am Tag bestimmt nicht so oft an Sex wie Männer. Aus diesem Grund haben Männer eher Fetische als die Frauen. Frau braucht also dringend einen Anstoß um ihren Fetisch zu finden. Einen aber haben alle Frauen gemeinsam, sie mögen ihre Sexträume von unrasierten, gefährlichen und kantigen Männern, die genug Verwegenheit und Geilheit besitzen um alles das zu tun, was Frau zu hause nicht mal aussprechen würde.

 

Ich höre die Frauen schon rufen: „Stimmt doch gar nicht! Ich habe einen erfolgreichen Mann, der glatt rasiert und ein treu sorgender Familienvater ist. Unser Sexleben ist erfüllt und ich habe auch jedes Mal meinen Höhepunkt!“

Supi! Wirklich. Ich freu mich für diejenigen unter dem Sitzpinklergeschlecht, die so etwas von sich und ihrem Mann behaupten können. Ich freue mich sogar über diejenigen, die das sagen und sich selbst was vorlügen. Ich kenne Frauen, die ein glückliches Leben führen, sogar ein glückliches Sexualleben. Diese Frauen sind aber auch die, die hinter vorgehaltener Hand zu mir sagen, dass der Reiz beim Akt erwischt zu werden sie doch ein wenig antörnt. Komisch oder? Besonders dann, wenn sie als Zusatz anfügen, dass sie sich das mit ihrem Partner aber nicht vorstellen könnten, weil der ja immer so korrekt ist und so brav, Schwiegermuttis Liebling eben. Außerdem fehlt ihnen einfach der Mut ihm im Parkhaus mal direkt an die Hose zu gehen und an seinem Schaltknauf den Gang mal höher zu schalten.

Vielleicht reicht ja schon der Ansatz um herauszufinden ob es ihm auch gefällt. Man glaubt es kaum, aber auch wir Kerle haben unsere Vorlieben und auch Grenzen. Nicht jeder Mann steht auf die „böse Nummer“. Jedoch ist der prozentuale Anteil doch eher gering. Oder kann es sein, dass wir nicht nur bei der Länge unseres Liebesschwertes ein wenig mogeln? Gehen wir soweit, dass wir uns nur interessant machen könne, wenn wir der Frau von unseren abartigsten Triebspielchen erzählen? Können wir Männer so verlogen sein? Jop, wir können!

Aus diesem Grunde an dieser Stelle mein Aufruf zu mehr Offenheit in der Partnerschaft. Allerdings mit dem Zusatz, dass eine Ablehnung akzeptiert werden muss. Soll ja nicht heißen, dass ich hier zu Massenvergewaltigungen in Partnerschaften aufrufe!!!

Advertisements

6 Responses to Vom Traum zur Realität – Frauen wollen böse Männer

  1. Christoph says:

    Das sind ja interessante Gedankengänge! Dennoch glaube ich, dass man das alles nicht verallgemeinern kann. Es gibt ganz sicher eine Menge Frauen, die tatsächlich auf „Böse Buben“ und „Machos“ abfahren, aber es gibt ganz klar auch die, die es sanft und einfühsam mögen. Das hängt zum einen vom Charakter ab, jedoch auch von der persönlichen und akuten Verfassung. Hat nicht jeder mal die Phase, in der vieles ausprobieren möchte, auch Extremes?

  2. kuschelpunker says:

    das ist mit sicherheit richtig, dennoch möchte ich anmerken, dass ich hier auch nur meine subjektive meinung mitgeteilt habe. vielleicht ziehe ich ja auch nur solche frauen an? könnte doch sein, oder?

  3. jekylla says:

    Ich als Frau würde das etwas anders formulieren. Was für einen Kommentar allerdings zu lang wäre.
    Anders formuliert: eine Frau, die weiss, was sie will, braucht keinen Macho oder einen „bösen Buben“, sondern einfach einen Mann, der auch weiss, was er will.
    Das klingt einfach, nicht wahr? Ich gebe zu, Männer haben es da schwerer als Frauen. Und Frauen sind da nicht immer fair. Es würde helfen, wenn sie ihre „böse Buben“-Fantasien einfach mal mit dem Partner probieren. Manch eine wäre erstaunt, welche offenen Scheunentore sie einrennt.

  4. kuschelpunker says:

    tust du mir den gefallen und verbreitest deine letzten sätze bitte! – es hat den nagel auf den kopf getroffen.

  5. Elke Ziegele says:

    Die Mär vom bösen Bube und armen Frauchen, hat für mich etwas sehr hinterfotziges,des serviles Weibchen. Explizit nicht vorhandenes Rückgrat und Authentizität hindert sie daran, hemmungslos zu ficken, was das Klischee der vermeintlich bösen Buben verspricht.
    Mann und Frau sollten es sich selbst wert sein, nach eigener Fason zu leben, nicht irgendwelchen Klischees hinterherjagen und sich eingebläuter Mär unterzuordnen, die meist nur notwendige Rechtfertigung ist, um eigens Versagen und Misslingen zu entschuldigen.
    Ein erfülltes, glückliches und hemmungsloses Sexuallleben ist keine Selbstverständlichkeit, da Sex, zu häufig Mittel und Zweck ist. Ein Blowjob, ein Fick , häufig reicht es nicht zu mehr, der dominierende Triebentsorgungsfick und Onaniefick, das Fazit des gesellschaftlichen Wandels, der vermeintlichen Emanzipation. Dies lässt sich nicht leugnen. Amüsant ist, dass ausgerechnet die Frauenrechtlerinnen den Weg für das Hier und Jetzt geebnet haben. Als Frau kann ich dem Mann nur empfehlen, es sich selbst wert zu sein, Mann sein zu dürfen. Sich auch den Luxus zu gönnen, Wellness Oase für den Mann zu beanspruchen, wie es zum Beispiel The Paradise anbietet. Frauen beanspruchen sehr viel und geben sehr wenig. Ein Mann hat das Recht auf ein erfülltes, hemmungsloses Sexualleben und ist nicht verdammt sich mit Triebentsorgungsfick und Onaniefick abzufinden. Doch der Mann muss lernen, es sich selbst wert zu sein, diesen Weg zu gehen und sich von einer sehr verdummenden, eingebläuten Mär zu befreien.

%d Bloggern gefällt das: