Zwangsurlaub – Das Fließband steht still!

Langeweile. Trostlosigkeit. Ungewisse Zukunft. Ferien. Laute Kinder. „Papa, dürfen wir Rad fahren?“ – am liebsten NEIN. Kann man den Kindern aber schlecht begreiflich machen, dass ein kaputtes Rad kein neues nach sich zieht. Licht aus wenn man den Raum als letzter verlässt. Nur noch das nötigste waschen. Bewerbungen schreiben? Vorsichtig mit den Tellern sein. Sie müssen heil bleiben. Viele Gläser sind nicht im Schrank, trinken aus Pappbechern. Vielleicht ein Umzug. Erstmal sich selbst umziehen. Alte Kleidung auslüften. Zuviel Waschen bringt Verschleißerscheinungen. Die Rasur nur noch alle 3-4 Tage. Auto nur noch für Notfälle. Später vielleicht verkaufen. Muss die Versicherung bezahlt werden? Wer hier klauen will bringt es eh aus Mitleid wieder. 2 Wochen Urlaub. Und danach? Entlassen? Kann die Frau sich keine Arbeit suchen? Was werden die Kinder noch kosten? Schlaflose Nächte. Unzufriedenheit. Herumwälzen. Aus Verzweiflung ins Kopfkissen beißen. Es wieder lassen, könnte ja ein Loch entstehen. Verzweiflung. Wut auf die da oben. Lust auf ein Bier. Lust auf noch eins. Kinder sind bei Oma. Spart Geld. Noch ein Bier. Budget wird kleiner. Taschen leer. Guter Geschmack im Mund. Gedanken an die Frau. Sorge. Schnell nach hause. Frau trinkt Wein. Schlechte Vorahnungen. Noch ein Glas. Flasche wird leerer. Frau wird voller. Traurige Unterhaltung. Vorsichtiger Optimismus. Doch wieder die Angst. Das Glas ist halb leer. Womit aber füllen? Blicke austauschen. Emotionen für sich behalten. Frau mit feuchten Augen. Wird schon alles gut. Eine Umarmung. Zweifel bleiben verborgen. Blick zum Telefon. Stille.

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