7 Bier sind ein Schnitzel

Die Tristes des Montags ist wieder da. Dass mit jedem Montag auch eine Woche an uns vorbei gegangen ist schrieb ich ja am letzten Wochenanfang bereits.

Was gibt es also diesmal wieder an Neuigkeiten? Hhhmmm….in Hamburg sind die Ferien vorbei. Heißt also, dass Busse und Bahnen wieder voll sind. Laute Kinder, genervte Erwachsene und zwischendrin ein verwirrter armer Hund. Willkommen im Schulverkehr!

 

Ein Wochenende habe ich auch wieder verbracht. Unter anderem mit dem Kauf eines TV-Gerätes (leider nicht für mich). Was es doch für eine Auswahl gibt. Ich war doch sehr überrascht, besonders darüber wie die Freundlichkeit eines Verkäufers am Verkaufspreis eines Gerätes zu messen ist. Nein, liebe Leser, man kann nicht erwarten, dass man die gleiche Freundlichkeit bei einem Kaufwert von 100 Oiro, wie bei einem, der etwa bei 1000 Oiro liegt hat. Darf man sich als Mittelstandsverdiener mal höflich in die Haare schmieren. So sind sie, die die uns immer noch vorgaukeln, dass der Kunde ja König sei. Schön das auch hier mit zweierlei Maß gemessen wird, nicht das wir noch auf die Idee kämen, dass wir alle im selben Boot sitzen. Wir müssen rudern während andere mit dem Motorboot so hohe Wellen schlagen, dass wir kentern! Na ja, so können wir das schwimmen üben, wenn uns wirklich mal das Wasser bis zum Hals steht. Immer positiv denken meine lieben Leser!

 

Erschreckend fand ich dann die TV-Landschaft am Samstag. Mir stellte sich irgendwann, ich glaube es war gegen 21 Uhr die Frage, ob dieses Exibizionistenfernsehen auch mal ein Ende hat. Ich schaute RTL, es lief „Das Supertalent“. Schöööön. Ich habe ja auch schon zu lange keine Menschen mehr gesehen, die vergessen haben ihre Tabletten zu nehmen, um mit medizinischer Hilfe ihre Selbstüberschätzung in den Griff zu bekommen. Zwei Trampel auf der Bühne. Es erinnerte ein wenig an das große graue Tier mit dem Rüssel, ihr wisst schon, jenes das bevorzugt in Porzellanläden Pogo tanzt. Die eine der Beiden kam nicht umhin ihr Shirt an zu heben. Ein weißes Unterhemd, das dem Zuschauer mehr zeigte, als es jemals zu verbergen im Stande gewesen wäre. Brüste vor denen der BH anscheinend reiß aus nahm. Der Bauchnabel hing zwischen 2 wild und unkontrolliert durch die Gegend tanzenden, von der Schwerkraft begünstigten Riesenmöpsen. – Sollte sich der ein oder andere Hund jetzt angegriffen fühlen, so beiße er bitte sein Herrchen/Frauchen! Ich jedenfalls wurde mit temporärer Blindheit gestraft, die mir signalisieren sollte, dass es gut sein kann, in einigen Fällen sogar eine Pflicht, mehr zu lesen. Warum ich mir das anschaute? Ich bin mit 2 Frauen und mehr als einer Flasche Wein zusammen gewesen, da kann so was schon mal passieren.

Ich habe ja mal gedacht, dass die Castingshows auf Sat1 und Pro7 schon der Hammer sind. Fehleinschätzung! Einen Vorteil hat dies Sendung „Das Supertalent“ aber definitiv. Es wird lange nicht soviel geheult, Händchen gehalten und sich in den Arm genommen wie bei den Pop(p)stars. So niedlich die ein oder andere Frau auch wirken mag, sobald eine Kamera an is, der Ton läuft und der maxiamalpigmentierte Tanzbär mit Namen Di vor ihnen rumhampelt und sie sich zur Sau machen lassen dürfen, ja dann sind Frauen wieder Mädchen und gehen mir tierisch auf den Sack! Ähnlich wie eine Kandidatin bei der RTL Show. Ziel: einmal von Dieter Bohlen beleidigen lassen. – Erfolgschance: sehr hoch. – Ziel erreicht: NÖÖÖÖ….das war selbst dem TötensenDieter zu blöde!

 

Nachdem ich nun denn den Samstag recht angesäuselt überstanden hatte kam der Sonntag. Folgt ja bekanntermaßen immer auf Samstag. Zeitumstellung, auch in Hamburg. Wir sind zwar eine Freie und Hansestadt, aber da wollen wir uns mal nicht so anstellen. Eine Stunde länger schlafen. Eine Stunde, sofern man nicht erst um 4 Uhr morgens ins Bettchen geht. Ich habs grad noch so geschafft und die Zeitumstellung sauber verschlafen, oder verschnarcht wie meine Freundin sagen würde. Auch gestern lies ich mich mal artig von der Intelligenzignoranz anstrahlen. Der Fernseher, dein Freund fürs Leben! Wiederholung von „Das Supertalent“. Was soll ich sagen? Ich konnte nichts sagen, denn mir verschlug es die Sprache. Ich dachte im angetrunkenen Zustand ist das TV-Format schon bemerkenswert ….mir fehlen dazu echt die Worte! …. Im nüchternen Zustand schreit das Hirn nach bewusstseinserweiternden Drogen. Es ist ein Hilfeschrei. Eine Warnung vor dem bevorstehenden Kollaps. Ich schalte um und mir wird klar was los ist.

 

Die Regierung lässt uns diesen Schund vorwerfen, damit wir nur noch benebelt durch die Bundesrepublik laufen, zugedröhnt an die Wahlurnen und zu verkatert um uns mal richtig Gedanken zu machen. Geschickt meine lieben Freunde aus der Regierungsetage. Na ja, vielleicht wollen wir das aber genau so haben. Denken ist anstrengend, kostet Energie und Energie kostet Geld. Geld das wir nicht unbedingt haben. Folglich sparen wir am Essen, saufen mehr, sind bedröhnt, merken nicht was um uns rum passiert und alle sind zufrieden und glücklich. Es interessiert dann auch nicht, dass wir das eingesparte Essensgeld, gerne auch mehr, für den Rausch ausgeben. Uns fehlt die Energie zum denken, aber keine Sorge. Für diesen Fall merke man sich folgenden Leitsatz:

 

7 Bier sind ein Schnitzel und 49 Bier ergibt ne Fleischvergiftung!!!

 

PROST!

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