Nachwuchs

Ich habe keine Probleme, mir geht es gut. Danke der Nachfrage. Ich bin zurückhaltend, fast schon unbemerkbar. Gibt es für mich einen Grund auf die Straße zu gehen? – Nein. Na ja, vielleicht mal zu Feinkost Albrecht um mir das nötigste zu besorgen. Ein bisschen Gammelfleisch, dazu gibt es gerne mal einen Schluck Eutersaft aus Asien. Ich hoffe meine Brille von Fielmann zerbricht nicht wenn ich sie mit meinen grazilen Fingern aufsetze. Sollte es doch passieren werde ich einfach nach China fliegen und mir eine knastgefertigte besorgen. Vielleicht habe ich ja Glück und der Flieger muss nicht umdrehen weil ein kleines Kind einen hat fahren lassen. Unter Umständen komm ich ja gar nicht in den Genuss eines Fluges. Könnte gut passieren wenn ich von Rumänien aus starte und die meinen Reisepass kontrollieren sollten. Da könnte ich glatt verhaftet werden weil ich die Lachsteuer nicht bezahlen kann. Typisch, da vergisst einer bei der Übersetzung ein „o“ im Reisepass und ich muss in den Knast. Über dreiste Gesellschaft kann ich mich nicht beschweren, denn die Bankmanager turteln ja wahrscheinlich grad mit ner Playboy-Blondine auf irgendeiner Insel. Mir bleibt nur die Anwesenheit krimineller Jugendlicher mit Migratiosnhintergrund. Immer diese Deutschen im Ausland.

Hoffentlich haben die da auch so schnelle Gerichtsverfahren wie wir in unserem Land, kriminelle Energie muss unterbunden werden. Und das fängt ja schon zu hause an. Der Vater zeigt dem Jungen erstmal an der Mutter wie man nicht zu haun darf, denn offensichtliche Flecken am Körper sehen nicht gut aus. Einen wirklich guten Schlaf hat man auch erst nach ner Kiste Bier und ner Flasche Korn. Solche Dinge muss Sohnemann einfach lernen. Hoch ist der Lerneffekt auch, wenn man ihm ein schlankes Springmesser unterjubelt und er bei der Eingangskontrolle seiner Schule damit erwischt wird. Schon der Vater hat gesagt, dass man sich rächen muss wenn einem Unrecht widerfährt. Sohnemann hat ja gelernt und weiß, dass man die Lehrerin nur da haut wo Stoff den Körper verdeckt. Schließlich will man ja keinen entstellen, soviel Anstand muss schon sein.

Ach ja, gut das unser Sozialsystem funktioniert und man entartete Jugendliche zur Not immer noch auf eine Fortbildungsreise nach Mallorca schicken kann. Die Anfahrt findet natürlich mit dem Auto statt, man will ja nicht das dem armen Kerl etwas ähnliches wie mir widerfahren könnte!

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